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Wohn- und Stadtquartiere im Wandel: Wohnungsunternehmen als Akteure in der integrierten Stadt(teil)entwicklung

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Wohn- und Stadtquartiere im Wandel: Wohnungsunternehmen als Akteure in der integrierten Stadt(teil)entwicklung

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Wohn- und Stadtquartiere im Wandel: Wohnungsunternehmen als Akteure in der integrierten Stadt(teil)entwicklung

Beitragvon Oliver » Do 6. Sep 2012, 12:56

Wohn- und Stadtquartiere im Wandel: Wohnungsunternehmen als Akteure in der integrierten Stadt(teil)entwicklung

Die derzeitige Situation und die zukünftige Entwicklung der Wohnungsmärkte sind durch weitreichende Umbrüche gekennzeichnet, die sich in letzter Zeit mit immer größerer Dynamik vollziehen. Auf regionaler Ebene zeigen sich starke Differenzierungen. Neben Wohnungsmärkten mit Nachfragedruck gibt es Regionen mit wachsendem Wohnungsleerstand. Dieser manifestiert sich vor allem in städtischen Teilräumen und wohnungswirtschaftlichen Problembeständen. Wohnungsunternehmen und Kommunen stehen vor der Herausforderung, durch ein gemeinsames und abgestimmtes Handeln tragfähige Perspektiven zu entwickeln.

Fachgespräche mit „Guten Beispielen“

Sowohl von Seiten der Wohnungsunternehmen als auch von Seiten der städtischen Verwaltung und weiterer Akteure werden vielfältige, zum Teil sehr kleinteilige Maßnahmen zur Stabilisierung benachteiligter Stadtteile umgesetzt. Im Rahmen der vom ILS NRW (Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung und Bauwesen) und der Landesentwicklungsgesellschaft Arbeitsmarkt und Strukturentwicklung (LEG-AS) durchgeführten Fachgesprächsreihe „Wohnungsunternehmen als Akteure in der integrierten Stadt(teil)entwicklung“ sind verschiedene „Gute Beispiele“ einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit von Wohnungsunternehmen und Akteuren vorgestellt worden. Ein wichtiger Faktor für eine intensive und kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Wohnungsunternehmen ist das Quartiersmanagement in den Programmgebieten der Sozialen Stadt. Eine Fragebogenerhebung hat gezeigt, dass ein reger Informationsaustausch und eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Quartiersmanagement und den Wohnungsunternehmen dort bestehen, wo ein Unternehmen im Besitz eines Großteils des Wohnungsbestandes ist. Dies ist häufig bei Großwohnsiedlungen der 1960er und 1970er Jahre wie in Bonn-Dransdorf, Monheim-Berliner Viertel und Dortmund-Clarenberg der Fall. Hier zeigt sich, dass eine Einbindung der Unternehmen insbesondere in strategische stadtteilübergreifende Belange leichter durchzusetzen ist als in Großwohnsiedlungen und innerstädtischen Altbauquartieren, die von heterogenen Besitzstrukturen geprägt sind. Der momentan zu beobachtende Verkauf von Beständen durch die Wohnungsunternehmen bedeutet daher einen starken Verlust von Handlungsmöglichkeiten für eine gesteuerte und kooperative Stadtteilentwicklung.

Gemeinsame Ziele und Strategien sind notwendig

Die Betrachtung von regional und überregional tätigen Wohnungsunternehmen zeigt, dass diese keine einheitliche Strategie für den Umgang mit ihren Wohnungsbeständen in problematischen Quartieren verfolgen. Wohnungsunternehmen mit Beständen in mehreren Stadtteilen agieren in diesen oftmals unterschiedlich, wobei ein Engagement für übergeordnete Belange des Stadtteils immer auch vom persönlichen Einsatz einzelner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abhängig ist. Ein solches Engagement der Wohnungsunternehmen kann jedoch bei einer langfristigen betriebswirtschaftlichen Kalkulation und Unternehmensstrategie durch sinkende Fluktuation und Leerstandsquoten, geringere Unterhaltskosten und Wertsteigerungen des Bestandes auch ökonomisch
rentabel sein. Die Stabilisierung benachteiligter und schwieriger Wohnquartiere kann aber nicht Aufgabe der Wohnungsunternehmen alleine sein. Auf Basis gemeinsam formulierter Ziel müssen bauliche und städtebauliche Entwicklungen aufeinander abgestimmt und Elemente wie Teilrückbau, Modernisierung, Umbau oder Wohnumfeldverbesserung sowie eine soziale und ökonomische Erneuerung einbezogen werden. Das neue Wohnraumförderungsgesetz bietet hier die Möglichkeit von Kooperationsverträgen zwischen Kommunen und Wohnungsunternehmen. Bestehende Ansätze wie Conciergen, Schuldnerberatungen oder Beschäftigungsmaßnahmen könnten in Zukunft durch ein gemeinsam getragenes Quartiersmanagement stärker miteinander verknüpft werden. Die Fachgespräche haben gezeigt, dass es wesentlich für einen erfolgreichen Erneuerungs- und Stadtumbauprozess ist, in der Diskussion der beteiligten Akteure gemeinsame Ziele zu definieren und lokal angepasste Strategien zu entwickeln. Ein Reader dokumentiert die Ergebnisse des letztjährigen Fachgesprächs zum „Belegungsmanagement in der integrierten Stadt(teil)entwicklung“. Er steht unter http://www.ils.nrw.de/publik/pdf/belegu ... gement.pdf zur Verfügung. Die Fachgesprächsreihe wird auch zukünftig für Wohnungsunternehmen und Stadtteilakteure aktuelle Themen aufgreifen und ein Forum für den Erfahrungs- und Meinungsaustausch bieten. Das nächste Fachgespräch findet am 9. Dezember 2004 im ILS NRW in Dortmund statt. Kontakt: Jan Fasselt, 0231/90 51 246, jan.fasselt@ils.nrw.de (aus: „journal“ 2/2004 des ILS NRW).
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