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Erste Ergebnisse der Nationalen Verzehrstudie: Bildung macht

(Gesunde) Ernährung von Kindern und Jugendlichen

Erste Ergebnisse der Nationalen Verzehrstudie: Bildung macht

Beitragvon Oliver » Do 6. Sep 2012, 14:52

Erste Ergebnisse der Nationalen Verzehrstudie: Bildung macht schlank

Jeder fünfte Deutsche ist viel zu dick. Das ist das Fazit der Nationalen Verzehrstudie. Der Anteil der Menschen
mit Fettleibigkeit nimmt danach im Alter deutlich zu. Entscheidend für den Umgang mit den Kilos
sind auch der Bildungsgrad und die soziale Schicht.
Bei den über 60-Jährigen liegt der Anteil der Fettleibigen bei rund 30 Prozent. Bei den Jugendlichen
schwankt er je nach Alter zwischen sieben und 11 Prozent. Adipositas – so nennen die Forscher
massives Übergewicht – ist nicht nur eine Frage der Ästhetik. Fettleibigkeit führt mit hoher Wahrscheinlichkeit
zu Krankheiten wie Diabetes, Krebs oder Stoffwechselstörungen, warnen die Experten. Als fettleibig
gilt, wer einen so genannten Body Mass Index von über 30 hat
Zwei Drittel aller Männer mit Übergewicht
Gewichtsprobleme haben aber noch mehr Deutsche. Nach der Studie sind zwei Drittel aller Männer und
die Hälfte aller Frauen übergewichtig. Sie leben mit einem BMI von über 25. Zum Vergleich: Eine 1,70 m
große Frau mit 58 kg Gewicht hat einen BMI von unter 20.
Verglichen mit einer früheren Studie von 1998 haben vor allem junge Erwachsene zunehmend
Probleme mit überflüssigen Kilos. 20 Prozent der 18 oder 19 Jahre alten Männer waren damals übergewichtig,
jetzt sind es 28 Prozent. Bei den Frauen stieg der Anteil von 17 auf 23 Prozent.
Anteil der untergewichtigen Mädchen gestiegen
Bei einigen zeigt die Waage allerdings auch weniger. Bei Frauen über 30 sank die Zahl der Übergewichtigen
im Vergleich zu 1998 in allen Altersgruppen bis zu acht Prozent. Auch die Männer dieser Altersgruppe
achten offenbar mehr auf die Figur. Sorgen können aber auch zu wenig Pfunde machen: Der Anteil der
untergewichtigen Mädchen zwischen 14 und 17 Jahren ist deutlich gestiegen und liegt jetzt bei fast zehn
Prozent.
Mehr Bildung – weniger Gewicht
In den Gruppen mit höherem Schulabschluss finden sich deutlich weniger Übergewichtige. Bei den Bürgern
mit Hauptschulabschluss gibt es fast doppelt so viele Übergewichtige wie bei denjenigen, die eine
Fachhochschulreife oder ein Abitur haben.
Die Ernährungsforscher haben auch einen Zusammenhang mit der Zugehörigkeit zur sozialen
Schicht festgestellt. Fettleibigkeit kommt in den unteren sozialen Schichten deutlich häufiger vor. In der
unteren Schicht sind demnach ein Drittel der Frauen fettleibig, in der Oberschicht nur noch zehn Prozent.
Bei den Männern sind die Unterschiede geringer. Hier sind es ein Fünftel in der Unterschicht, 13 Prozent
in der Oberschicht. Es gilt auch die Regel: Je höher das Einkommen, desto seltener kommt Übergewicht
vor.
Wer allein lebt, ist eher schlank
Wer ledig ist, ist häufiger rank und schlank. Egal ob Mann oder Frau, der Anteil der Normalgewichtigen ist
hier deutlich höher. Die Tendenz zur gepolsterten Hüfte ist bei Männern mit Partnerin eindeutig. Drei
Viertel haben hier Übergewicht im Vergleich zur Hälfte bei den Alleinlebenden.
Der hohe Norden hat die meisten schweren Männer
Wer vermutet, dass Knödel und Schweinebraten im Süden der Republik für besonders viele dicke Bürger
sorgen, liegt falsch. Schleswig-Holstein liegt mit 70 Prozent übergewichtiger Männer in der Schlankheitsskala
auf dem letzten Platz.
Gleich nebenan achtet Mann mehr darauf, ob das Sakko zwickt: Hamburg hat nur 57 Prozent übergewichtige
Männer vorzuweisen. Auch bei den Frauen liegt Hamburg mit 41 Prozent vorn. Etwas molliger
lebt man im Saarland, dort sind 60 Prozent der Frauen übergewichtig, das ist der Spitzenwert unter
den Bundesländern.
Nur wenige können Bedarf richtig einschätzen
Fünf Prozent der Befragten machten eine Diät, um Kilos loszuwerden – bei jungen Frauen waren es etwas
mehr. Die wenigsten Teilnehmer der Studie konnten allerdings ihren Energiebedarf korrekt angeben. Nur
acht Prozent schätzen diesen richtig ein.
Das größte Risiko wird nicht immer erkannt
Das größte Risiko bei der Ernährung ist, zu viel zu essen und zu einseitig. Diese Einschätzung landete bei
der Bewertung der Risiken für die eigene Gesundheit allerdings nur auf Platz vier. Viel mehr fürchten die
deutschen Verbraucher Rückstände von Pflanzenschutzmitteln oder Tierarzneimitteln sowie verdorbene
Lebensmittel. Bei gentechnisch veränderten Lebensmitteln haben 55 Prozent der Befragten Bedenken.
Auch wer wenig Geld hat, kauft Bioprodukte
Eingekauft wird von den Deutschen vor allem im Supermarkt. Je mehr Geld im Haushalt vorhanden ist,
desto häufiger wird allerdings auch der Wochenmarkt oder der Naturkostladen angesteuert.
Bioprodukte stehen bei den Deutschen zunehmend hoch im Kurs. Auffällig ist, dass auch Verbrauchern
mit geringem Nettoeinkommen das Prädikat „Bio“ Geld wert ist. In der Gruppe derer, die nur maximal
750 Euro monatlich zur Verfügung haben, kauft ein knappes Drittel dennoch – meist etwas teurere
– Bioprodukte.
Nationale Verzehrstudie
Für die Studie wurden knapp 20.000 Bundesbürger über einen Zeitraum von rund einem Jahr mehrfach
per Telefon und in persönlichen Interviews befragt. Die Teilnehmer notierten ihre Essgewohnheiten und
wogen auch ihre Mahlzeiten ab. Ergebnisse zu den Essgewohnheiten werden im April im zweiten Teil der
für das Ernährungsministerium erstellten Studie veröffentlicht.

(tagesschau.de vom 30. Januar 200
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