[
  • Kinder-Verein für Eltern, Erzieherinnen und Pädagogen
  • Aktuelle Zeit: So 24. Sep 2017, 07:47

Das Thema


Kohlgemüse (Wissenswertes und Zubereitungstips)

 Dieses Thema ausdrucken

Kinder Verein


Kinder-Verein
Dein Kinder-Verein

Kinder-Verein | Ernährung

Kohlgemüse (Wissenswertes und Zubereitungstips)

(Gesunde) Ernährung von Kindern und Jugendlichen

Kohlgemüse (Wissenswertes und Zubereitungstips)

Beitragvon Oliver » Do 6. Sep 2012, 14:47

Kohlgemüse

Kohlgemüse ist nach wie vor das in Deutschland am meisten angebaute Gemüse. Jährlich werden hier
gut 600.000 Tonnen Kohl geerntet. An erster Stelle steht dabei Weißkohl, dann folgen Blumenkohl, Rotkohl,
Wirsing, Kohlrabi, Grünkohl und zuletzt der Rosenkohl. Kohl ist reich an Vitamin C, Eisen und Folsäure,
an der es vielen Menschen mangelt. Die meisten Vitamine, Nährstoffe und Mineralien enthalten
Brokkoli, Grünkohl und Rosenkohl, wobei Grünkohl beim Carotin (Provitamin A) und beim Eisen der Spitzenreiter
ist. Brokkoli und Rosenkohl enthalten besonders viel Vitamin C. Aber der ausgiebige Genuss
verschiedener Kohlsorten unterstützt auch noch auf andere Weise unsere Gesundheit. So wurde in mehreren
Studien der letzten Jahre ein Zusammenhang zwischen einem erhöhten Verzehr von Kohlgemüse
und einem geringeren Vorkommen bestimmter Krebsarten festgestellt. Diesen Zusammenhang führen die
Wissenschaftler vor allem darauf zurück, dass Kohl besonders viele der schon erwähnten sekundären
Pflanzenstoffe enthält (49 verschiedene). Sie raten dazu, viel Kohlgemüse zu essen.



Kopfkohl
Dazu zählt man Weißkohl, Rotkohl und Wirsing. Diese Kopfkohlsorten sind frosthart und haben mit regionalen
Schwankungen das ganze Jahr über Saison. Wirsing hat von allen den mildesten Kohlgeschmack,
vor allem der zarte Frühlingswirsing. Die dunkelgrünen Herbstsorten schmecken kräftiger, müssen länger
garen und passen gut zu deftigen Gerichten. Eine besonders fein schmeckende Weißkohlart ist der Spitzkohl.
Er ist der erste Kohl, der im April auf den Markt kommt, und bekömmlicher als die großen, runden
Weißkohlköpfe. Darüber hinaus gibt es auch Herbstsorten, die einen etwas festeren Kopf haben. Spitzkohl
enthält wie Weißkohl relativ viel Eiweiß, Calcium und Vitamin C.


Zubereitung

Kohl sollte man nicht zu Brei zerkochen, sondern klein geschnitten nur wenige Minuten lang dünsten. Um
Kohlrouladen zu wickeln, schneidet man aus den Kohlblättern zunächst den unteren dicken Strunk kegelförmig
heraus und blanchiert die Blätter dann etwa eine Minute in kochendem Wasser. Sie behalten ihre
Farbe, wenn sie sofort nach dem Blanchieren in Eiswasser „abgeschreckt“ werden.



Blattkohl

Der hierzulande bekannteste Blattkohl ist der Grünkohl. Er bildet stark gekrauste, palmenförmige Blätter
aus und ist extrem winterhart. Saison hat er von November bis Februar. Grünkohl sollte vor der Ernte
schon Frost abbekommen haben. Dann ist er bekömmlicher und schmeckt auch milder, weil sich durch
den Frost ein Teil der Stärke in Zucker umwandelt.

Zubereitung

Von dem Grünkohl schneidet man vor dem Kochen die holzigen Stiele und die gelben Blätter ab, blanchiert
ihn dann etwa zwei Minuten, teilt ihn in mundgerechte Stücke und kocht diese etwa zehn bis zwanzig
Minuten. Traditionell wird Grünkohl zusammen mit gebratenem Speck oder anderem Fleisch gekocht.
Bei zu langer Kochzeit färbt sich der Kohl braun, wird unansehnlich und verliert seine wertvollen Inhaltsstoffe.



Rosenkohl
Rosenkohl bildet einen kräftigen Stängel mit kleinen, eng stehenden Kohlröschen. Er ist ein Wintergemüse
und hat von September bis Februar Saison. Am besten schmeckt er - wie Grünkohl -,wenn er bereits
Frost abbekommen hat. Das mildert den Kohlgeschmack etwas.

Zubereitung

Eine etwas ungewöhnliche Zubereitungsart, die uns aber besonders gut geschmeckt hat: Den Rosenkohl
mit klein geschnittenen Zwiebeln in Butter anschwitzen und dann in wenig Wasser dünsten. Dabei gibt
ein Schuss Apfelsaft oder etwas milder Apfelessig im Kochwasser einen besonderen Pfiff.
Den feinen Eigengeschmack des Rosenkohls sollte man nicht in einer Mehlschwitze ertränken.
Besser schmeckt's, wenn Sie die Röschen mit ein bisschen Zucker in Butter glasieren oder mit knusprig
gebratenem Speck vermischen. Um die Garzeit nicht zu verlängern, können große Röschen auch geteilt
werden.



Brokkoli

Neben dem bekannten, grünen dickstängeligen Brokkoli gibt es dunkelrote und gelbe Sorten. Manche
bilden sehr kleine Köpfchen auf schlanken Stängeln aus.

Zubereitung

Der dicke Stiel des Brokkolis wird geschält und in Stücke geschnitten. Die Röschen können ungeschält
gegart werden. Unter Umständen empfiehlt es sich, die Stängelstücke etwas länger zu garen als die zarten
Köpfe. Brokkoli schmeckt sehr gut mit gerösteten Mandeln oder Weißbrotwürfeln.



Blumenkohl
Neben dem bekannten, weißen und dem grünen Blumenkohl gibt es auch rosafarbene und dunkelrote
Sorten - und neuerdings auch Mini-Blumenkohle, die nur wenige Zentimeter Durchmesser haben. Blumenkohl
und Brokkoli sind im Gegensatz zu anderen Kohlsorten frostempfindlich.

Zubereitung

Blumenkohl kann man nicht nur gekocht, sondern auch blanchiert oder sogar roh als Salat essen. Man
zerteilt ihn in ganz kleine Röschen und vermischt sie mit feingeschnittenen Möhrenstiften, gerösteten
Erdnüssen und/oder Sesam, Kiwi, feinen Lauchringen und Käsewürfeln (z.B. Parmesan). Dazu passt eine
Vinaigrette aus gutem Essig (Balsamico oder Himbeeressig), Sesam- oder Walnussöl, süßem Senf und
etwas Honig. Gewürzt wird mit Salz, Pfeffer, Curry, Koriander und evtl. Kümmel. Der Salat schmeckt am
besten, wenn man ihn einen Tag ziehen lässt.
Zu gekochtem Blumenkohl passen wie zum Brokkoli geröstete Mandeln, Semmelbrösel, Weißbrotwürfel
oder einfach gebräunte Butter. Man sollte ihn nicht aufwärmen, weil dann der Kohlgeschmack
unangenehm durchschlägt.



Kohlrabi

Kohlrabi wird vermutlich seit dem 15. Jahrhundert in Nordeuropa gezüchtet. Es gibt rote und weiße Kohlrabisorten,
die etwa faustgroß am besten schmecken. Größere Exemplare verholzen leicht. Das gleiche
passiert, wenn der Kohlrabi zu lange oder zu warm gelagert wird.

Zubereitung

Die zarten Herzblätter sollte man mitessen. Kohlrabi muss ziemlich großzügig geschält werden,
weil er vor allem zum Rand hin viel Nitrat enthält.

(Nordrhein-Westfalen-Stiftung – Pütz-Tipp)
Benutzeravatar
Oliver
Moderator||
Moderator||
Mitglied
Mitglied

 
Beiträge: 2558
Registriert: Mo 3. Sep 2012, 20:05
Danke gegeben: 0 mal
Danke bekommen: 0 mal
Geschlecht: Mann


ZEIGE DEINEN FREUNDEN AUF FACEBOOK DIE THEMEN, DIE DU DIR AUF
KINDER-VEREIN.ORG ANSIEHST!

Zurück zu Ernährung


 Ähnliche Themen   Autor   Antworten   Zugriffe 
Kohlgemüse: Brokkoli, Wirsing & Co. sind echte Vitalstoffpak

in Ernährung

Oliver

0

4493


Moderator: Kinder-Verein Moderatoren

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

 

Wer ist online?

Insgesamt ist 1 Besucher online: 0 registrierte, 0 unsichtbare und 1 Gast (basierend auf den aktiven Besuchern der letzten 5 Minuten)
Der Besucherrekord liegt bei 240 Besuchern, die am Fr 27. Sep 2013, 18:25 gleichzeitig online waren.

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Foren-Übersicht Foren-Übersicht - Kinder-Verein Kinder-Verein Foren-Übersicht - Kinder-Verein Ernährung