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Im Naturpark Diemelsee

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Im Naturpark Diemelsee

Im Naturpark Diemelsee

Beitragvon Oliver » Do 13. Sep 2012, 08:07

Lage:
Der Naturpark Diemelsee liegt im äußersten Nordwesten Hessens und ragt mit einem Drittel seiner Fläche
in das angrenzende Bundesland Nordrhein-Westfalen hinein. Er ist Teil des Rothaargebirges, besser bekannt unter dem Namen Sauerland.






Seine höchsten Erhebungen sind der Langenberg und der Hegekopf,
beide 843 m hoch. Im Osten und Südosten grenzt der Naturpark an die Waldecker Ebene, im Norden
und Nordwesten an die Paderborner Hochfläche und den Arnsberger Wald. Ihn durchfließen die Diemel
und die Aar, ein nördlicher Zufluss der Eder.

Die Gäste:
Die Sommer- und Wintergäste des Naturparks kommen in erster Linie aus dem nahen Ruhrgebiet
und aus dem Kasseler Raum. Aber auch im Norden Deutschlands und in den Niederlanden hat der
Naturpark Freunde, die seine vielfältigen Möglichkeiten der Erholung schätzen.

Nicht selten bewegt sich der Naturparkbesucher auf "historischen Straßen". So waren die sogenannte
"Weinstraße" von Frankfurt über Paderborn nach Bremen, die "Heidenstraße" von Köln nach Leipzig,
der "Heerweg" von Marsberg nach Olpe und Siegburg und der "Plackweg" von Arnsberg nach
Altenbüren bereits in fränkischer Zeit wichtige Heer- und Handelsstraßen.

Der Name Willingen steht für den Wintersport schlechthin. Zahlreiche Abfahrtshänge, Langlaufloipen
und Rodelbahnen erhöhen die Attraktivität der Landschaft in der winterlichen Jahreszeit. Die große
Mühlenkopfschanze (Schanzenrekord 151,5 m) ist Austragungsort von Weltcup-Springen.
Im Sommer üben die klaren Gewässer, insbesondere die Diemel und der Diemelsee eine besondere
Anziehungskraft auf Wassersportler und Angler aus.

Die Geschichte:
Bedeutende Kulturdenkmale erinnern an den Beginn der Besiedlung vor mehr als dreitausend Jahren.
So wurden die fruchtbaren Hochflächen am Ostrand des Rheinischen Schiefergebirges schon sehr
früh besiedelt, andere Regionen aber erst in der späten Bronzezeit (1200 v. Chr.). Usseln, Eppe,
Rhena und alle Orte mit Endsilbe „-lar“ im Namen wurden vermutlich in dieser vorgermanischen
Zeit gegründet. Erst zwischen dem fünften und siebten Jahrhundert - das ist die Zeit der
fränkisch-sächsischen Eroberungen breiteten sich immer mehr Ortschaften aus, selbst in den
höheren Lagen des Berglandes.

Die Güter fränkischer Könige sind noch heute nachweisbar. Die ländlichen Siedlungen jener Zeit
beanspruchten die Tallagen als Wiesen-, Weide- und Ackerland, so dass die ferneren Randlagen
der Gemarkungen zumeist bewaldet blieben.

Die Stadtsiedlungen Brilon, Korbach und Marsberg am Rande des Naturparks wurden erst
im frühen Mittelalter gegründet.

Natur und Landschaft:
Große geschlossene Wälder bestimmen das Bild der Landschaft. Erst südöstlich des Diemelsees
Richtung Korbach tritt der Wald zugunsten des Acker- und Grünlandes zurück. Seit etwa 150 Jahren
werden die vorherrschenden Laubmisch- und Buchenwälder vom Fichtenanbau zurückgedrängt.
Die Hochheiden um Usseln und Willingen mit ihrer Tundrenflora zeugen noch heute von früheren
Bewirtschaftungsformen.

Der Verein Naturpark Diemelsee hat sich seit seiner Gründung intensiv der Erhaltung der
Hochheideflächen gewidmet und für seine Leistungen beim Bundeswettbewerb1986 der Naturparke
einen dritten Preis erhalten.

Devonische Schiefer, Quarzite, Mergel und Kalksandsteine bilden diese herbe, unruhig gekuppte
Mittelgebirgslandschaft, die mit dem Eisenberg (562 m) westlich von Korbach eine geologische
Besonderheit aufweist. Er ist der wohl einzige "Goldberg" in Deutschland, wie Untersuchungen
erst in letzter Zeit wieder bewiesen haben. Allerdings haben die Fürsten zu Waldeck und Pyrmont
die Goldbergwerke schon im Dreißigjährigen Krieg stillgelegt.

Verbindendes Glied ist das weithin unberührte Tal der Diemel, die den Naturpark von ihrer Quelle
südlich Usseln in Richtung Norden durchfließt. Schon nach 15 km wird der Lauf des Flusses
gehemmt durch die 200 m lange und 42 m hohe Diemeltalsperre, die bei Vollstau 20 Mio.
Kubikmeter Wasser zurückhält

Das Klima:
Das Klima innerhalb des Naturparks Diemelsee wird von Medizinern als mildes Reizklima gepriesen.
Den relativ hohen Niederschlagsmengen um Usseln und Willingen verdankt der Naturpark seinen
Reiz als Wintersportzentrum.

Wandern:
Eine große Zahl gut markierter Wanderwege, sowohl Fernwanderwege als auch von Parkplätzen
ausgehende Rundwanderwege, erschließen die Schönheiten der Landschaft, die durch den Wechsel
zwischen Wald und Feld, Berg und Tal besticht. Schutzhütten, Rastplätze, Liege- und Spielwiesen
laden zum Verweilen ein. Zahlreiche Aussichtspunkte, der Eisenberg oberhalb der Diemeltalsperre,
der St. Muffert oberhalb von Heringhausen und der Widdehagen bei Schweinsbühl sowie der
Dommelturm zwischen Ottlar und Rattlar und der 1905 erbaute Georg-Viktor-Turm auf dem
Eisenberg bei Korbach gewähren einen weiten Blick über das Waldecker Land.

Aber auch dort, wo dichte Wälder den Ausblick verwehren, wird die Wanderung im waldeckischen
Upland zum unvergesslichen Erlebnis. Für die wandernde und naturverbundene Jugend ist ein
vorbildlicher Jugendzeltplatz direkt am Diemelsee zu einer Stätte der Begegnung geworden.

Sehenswürdigkeiten:
Mittelpunkt des Naturparks ist die in den Jahren 1920 bis 1924 zur Verminderung der
Hochwassergefahr und zum Ausgleich der Wasserführung der Weser gebaute Diemeltalsperre
mit dem 166 ha großen See. Seine Popularität verdankt er den vielfältigen Erholungsangeboten,
die neben seine wasserwirtschaftlichen Aufgaben getreten sind.

Unmittelbar am See liegt Heringhausen, eine Gründung Karls des Großen, dessen Basilika,
romanisch wie auch die Kirchen in Rhena und Welleringhausen, zu den Sehenswürdigkeiten
im Naturpark gehört. Eine ehemals romanische, durch spätere Umbauten stark veränderte
Basilika steht auch in dem Kurort und Wintersportplatz Usseln. Von Usseln aus sind beliebte
Ausflugsziele, wie der Osterkopf (708 m), die Diemelquelle oder Jägers Weinberg
(Naturschutzgebiet) leicht zu erreichen. Der geologisch interessierte Wanderer findet südlich
der "Büller Höhe", wie übrigens auch in Rhena, sowie zwischen Adorf und Giershagen
sehenswerte Gesteinsaufschlüsse.

Weithin bekannt ist auch der Kur- und Wintersportort Willingen mit seinen vielen Freizeiteinrichtungen
wie Eislaufhalle und Erlebnisbad mit Ausschwimmbecken. Ein Ökologisches Informationszentrum soll
Besuchern die Zusammenhänge in unserer Umwelt erläutern. In mehreren Räumen sind Geologie und
Hydrogeologie, die Ökosysteme Feld und Wald sowie die Gewässer dargestellt.

Im Bergwerksmuseum, den Stollen eines über 100 Jahre alten stillgelegten Schieferbergwerkes,
finden regelmäßig Führungen statt, ebenso wie in der Grube Christiane bei Adorf.

Besonders sehenswert ist das 980 erstmals urkundlich erwähnte Korbach, dessen mittelalterliches
Stadtbild mit doppeltem Stadtmauerring und Türmen gut erhalten ist.

Jugendzeltplatz:
Die Talsperre isr zugleich Mittelpunkt des gleichnamigen Naturparks.

166 ha Wasserfläche, umrahmt von den bewaldeten Ausläufern des Sauerlandes, laden zum Wassersport,
zum Bade, zum Erleben der Natur in vielfältigen Formen und Farben ein.
Weiträumige Liegewiesen gewähren überall freien Zutritt zum Ufer.
Der Jugendzeltplatz wurde 1971 eingerichtet, um Jugendgruppen unter verantwortlicher Leitung Ferienfreizeiten in gesunder
Luft und ohne Störung durch Erwachsene zu ermöglichen.
Seine Ausstattung wurde ständig verbessert.
Dennoch sollte niemand den Standard eines First-Class-Hotels erwarten. Die niedrigen Gebühren
decken nicht einmal den Unterhaltungsaufwand.
Deshalb bitten wir alle Besucher, die Einrichtungen pfleglich zu behandeln.
Freuen würden wir uns, wenn die jugendlichen Gäste von heute einst unsere Urlaubsgäste wären.
14 000 qm Fläche in Terrassen, Feld für Ballspiele, höhenverstellbarer Grill mit Platz für Lagerfeuer, Stromverteiler-Kästen
Schutzhütte für Spiele und geselliges Beisammensein
Küchenraum (27 qm) mit 2 Kühlschränken, 2 Elektroherden, 1 Hockerkocher, 2 Spülen mit Heißwasserboiler
sowie 2 Außenbecken mit Wasseranschluß für Grobreinigungen und Kleinwäsche
Waschräume (getrennt für Mädchen und Jungen)
je eine Dusche (kostenpflichtig) Toilette mit Wasserspülung
Telefonanschluß 05633 - 5798 (Platztelefon)
Buchung / Infos:
Naturpark Diemelsee e.V.
Kreishaus, Südring 2
34497 Korbach
Telefon 05631 - 954322
Telefax 05631 - 954372
Email: info@naturpark.de

DIEMEL-RADWEG:
Der Diemel-Radweg begleitet die Diemel über rund 110 km durch Hessen und ein kleines Stück
Nordrhein-Westfalen. Von der Diemel-Quelle bei Willingen auf den Höhen des Waldecker Uplandes
führt der idyllische Flußlauf durch wunderschöne waldreiche Regionen, z.B. im Naturpark
Diemelsee, wird aber auch von sehenswerten Mittelgebirgslandschaften gesäumt, bis er in der
schönen Hugenottenstadt Bad Karlshafen in die Weser mündet.

Der Naturpark Diemelsee bietet für sportliche Aktivitäten einen "Waldsportpfad" bei Korbach -
Goldhausen an. Auf einem Rundweg unterhalb des Gipfels vom 562m hohen Eisenberg
verläuft die Waldsportanlage. Nicht weniger als 19 Stationen unterhalb des
"Georg-Victor-Aussichtsturmes" erfreuen sich einer großen Beliebtheit bei Einheimischen
und Gästen.

Waldsportpfad:
Der Naturpark Diemelsee bietet für sportliche Aktivitäten einen "Waldsportpfad" bei Korbach -
Goldhausen an. Auf einem Rundweg unterhalb des Gipfels vom 562m hohen Eisenberg verläuft
die Waldsportanlage. Nicht weniger als 19 Stationen unterhalb des "Georg-Victor-Aussichtsturmes"
erfreuen sich einer großen Beliebtheit bei Einheimischen und Gästen.

Waldlehrpfad:
Einen Besuch unseres Naturparkes sollten Sie unbedingt mit einer Wanderung durch den Stryck verbinden!
Dort können Sie sich auf eine kleine Entdeckungsreise in den Wald freuen. Entlang des Weges sind Ziffern
angebracht, die Sie auf dieser Seite und unserem kleinen Führer (erhältlich im Naturpark) wiederfinden.
Sie Erfahren etwas über die Entstehung der Waldtypen, unsere Bäume, das Leben im Totholz,
Waldameisen und Köhlerei.

HAUS DER NATUR:
Auf einer Ausstellungsfläche von 400 qm werden die Wechselbeziehungen zwischen
Lebewesen und ihrer Umwelt in Bildern und kurzgefaßten Texten dargestellt. Aussagen
und Darstellungen sind bezogen auf den Naturpark Diemelsee, damit sie vom Besucher
in der freien Natur nachempfunden und nachvollzogen werden können. Dioramen, die
heimische Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zeigen, werden besonders Kinder ansprechen.

Foyer: Wechselausstellungen

Raum 1: Gewässer
Eindrucksvoll werden der wechselvolle Lebenslauf eines Baches von der Quelle bis zur Mündung
und die Brutvorkommen der Wsseramsel dargestellt. Am Beispiel der Schwarzerle werden
Nahrungsketten im ökologischen Gefüge erklärt. In Aquarien sind heimische Fische des
Diemelsees und der Fließgewässer zu sehen. An Gewässerproben kann der Besucher die
Wasserqualität selbst testen.

Raum 2: Wald
Ein typischer Bildausschnitt in sechs Meter Breite zeigt die charakteristische Waldlandschaft
des Naturparks. Auf Bild-/Text-Tafeln werden die unterschiedlichen Waldfunktionen dargestellt
. Breiten Raum nehmen die Ursachen und Umfang des Waldsterbens ein. Unter Mikroskopen
können die Folgen des Auftretens von Waldschädlingen beobachtet werden. Ein Versuch
zeigt die Luftverschmutzung und deren Folgen durch Feuerungsanlagen.

Raum 3: Freie Landschaft
Erläutert werden die Probleme der Landwirtschaft in den Höhenlagen des Naturparks Diemelsee.
Auf Bildtafeln wird auf die Bedeutung verschiedener Landschaftselemente für Tier- und
Pflanzenwelt hingewiesen. Besonderer Raum wird den Hochheiden im Naturpark und ihrer
Gefährdung gewidmet. In Schaubildern werden Tiere der Feldflur in ihrer natürlichen Umgebung
vorgestellt. Besonders für Kinder ist ein Ratespiel vorgesehen. In einem Kasten kann ein
Bienenvolk beobachtet werden.

Raum 4: Geologie - Hydrogeologie
Auf die ehemaligen Gold-, Kupfer-, Eisenerz- und Schieferbergwerke im Naturpark wird in
Text und Bild hingewiesen. Die Schwierigkeiten der Trinkwasserversorgung werden verdeutlicht.
Anhand von Karten und Grafiken kann sich der Besucher über den geologischen Aufbau des
Naturparks informieren. Bedeutsame geologische Aufschlüsse werden in Bild un Text erläutert.
In Vitrinen wird eine Sammlung heimischer Mineralien gezeigt.

Raum 5: Dioramen
Noch oder einst heimische Tierarten wie Dachs, Fuchs, Reh- und Schwarzwild,
Waschbär und Birkwild werden in Schaubildern in ihrer natürlichen Umgebung gezeigt.
Eine Sammlung heimischer Vogelarten rundet die Ausstellung ab.

Freigelände:
Hier sollen einzelne Pflanzengesellschaften heimisch werden. Daneben werden dem
Besucher Anregungen gegeben, wie er zum Schutz von Tieren und Pflanzen und zur
Erhöhung der Artenvielfalt auch im Hausgarten beitragen kann.


Öffnungszeiten

1.Mai bis 31.Oktober: Montag, Dienstag, Donnerstag 10-12 Uhr und 15-17 Uhr

Samstag, Sonntag und an Feiertagen 15-17 Uhr

1.November bis 30.April: Mittwoch und Samstag 15-17 Uhr

Zusätzlich in den Ferien: Montag, Dienstag, Donnerstag 10-12 Uhr und 15-17 Uhr


Führung nach Vereinbarung:

Kur- und Touristik-Service Willingen (Upland)
Internet: http://www.willingen.de
Email: willingen@willingen.de
Telefon: 05632 - 40180

Hessenforst-Forstamt Willingen
Mühlenkopfstraße 8
34508 Willingen
Telefon: 05632 - 98980

Upländer Gebirgsverein Willingen e.V.
Telefon: 05632 - 6239 oder 6613
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