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Was ist Waldorfpädagogik?

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Was ist Waldorfpädagogik?

Alles rund um die Pädagogik

Was ist Waldorfpädagogik?

Beitragvon Oliver » Sa 8. Sep 2012, 23:23

„Das Kind
in Ehrfurcht aufnehmen,
in Liebe erziehen,
in Freiheit entlassen“
(Rudolf Steiner)

Nicht die wechselnden Anforderungen der Gesellschaft, sondern vor allem die Menschen selber sind Ausgangs- und Bezugspunkt der Waldorfpädagogik. Die Erziehung wendet sich dem einzelnen Kind zu, um ihm zu helfen, seine individuellen Fähigkeiten in der ihm gemäßen Weise optimal entwickeln zu können.

Die unterschiedlichen körperlichen, seelischen und geistigen Potentiale der verschiedenen Menschen gelten grundsätzlich als gleichwertig. Daher werden alle Schülerinnen und Schüler eines Altersjahrgangs gemeinsam in allen Fächern unterrichtet. Auf eine Einteilung von Lerngruppen nach Leistung wird verzichtet.

Auch der Unterricht für Schüler mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf folgt dem allgemeinen Waldorf-Lehrplan. Dieser orientiert sich in der Verteilung der Unterrichtsinhalte auf die Klassenstufen an den altersbedingten Entwicklungsschritten. Er gilt mit landes- bzw. kulturspezifischen Anpassungen weltweit in allen Waldorfschulen.

„Nicht gefragt soll werden: was braucht der Mensch zu wissen
und zu können für die soziale Ordnung, die besteht;
sondern: was ist im Menschen veranlagt, und was kann in ihm
entwickelt werden? Dann wird es möglich sein, der sozialen
Ordnung immer neue Kräfte aus den heranwachsenden
Generationen zuzuführen.“
(Rudolf Steiner, Volkspädagogische Vorträge 1919)

Waldorfpädagogik: Im Mittelpunkt steht der Mensch!

Waldorfpädagogik ab wann?

Die auf der Grundlage der Geisteswissenschaft (Anthroposophie) von Rudolf Steiner für die Schule der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik konzipierte Pädagogik enthält Anregungen zum Verständnis der Erziehung und Entwicklung des Menschen in allen Altersstufen.

Schon bald nach der Schulgründung 1919 wurden die ersten Waldorfkindergärten gegründet. In der Regel werden dort Kinder ab dem 4. Lebensjahr am Vor-mittag betreut. Durch die veränderten gesellschaftlichen Lebensverhältnisse wird zunehmend auch eine Betreuung in der Mittagszeit und am Nach-mittag angeboten. Auch jüngere Kinder werden jetzt manchmal aufgenommen. Häufig entstehen Spielgruppen im Umfeld der Waldorfschulen, die von Eltern selbst organisiert werden. In den letzten Jahren wurden auch die ersten Krabbelgruppen für Kleinkinder gegründet.

Vorschulerziehung ist in das letzte Jahr des Waldorfkindergartens integriert.

Die Einschulung orientiert sich an der allgemeinen körperlichen, seelischen und geistigen Entwicklung des Kindes. Da der Reifeprozess selten in allen drei Bereichen früher erreicht wird, lehnt die Waldorfpädagogik eine Früheinschulung vor dem sechsten Lebensjahr ab.
Der Besuch eines Waldorfkindergartens ist nicht Vorbedingung für die Aufnahme in die erste Klasse, auch wenn er oft die Chancen erhöht. Wegen der hohen Nach-frage empfiehlt sich eine frühzeitige Anmeldung.

Da der Klassenverband nicht durch Leistung ausgelesen wird, bleiben die Schüler von der ersten bis zum Ende der 12. Klasse zusammen. Auch in bestehende Klassen können in begrenztem Umfang noch Schüler aufgenommen werden, da durch Umzüge und Abmeldungen immer wieder freie Plätze. Die Integration der Seiteneinsteiger gelingt durch die intensive Betreuung in der Regel problemlos.

Waldorfpädagogik für wen?

Waldorfpädagogik ist ein Angebot für alle, die dieses pädagogische Konzept für die Erziehung ihrer Kinder gutheißen.


Die Finanzkraft der Eltern spielt keine Rolle für die Aufnahme der Kinder.

Kinder aller Kulturen sind unabhängig von ihren religiösen Auffassungen willkommen. In den USA und Ägypten, in den Townships Südafrikas, den Favelas in Südamerika, in Kirgistan und Korea: Die erfolgreiche Arbeit von über 800 Waldorfschulen auf allen Kontinenten zeigt, dass der Waldorf-lehrplan international praktiziert werden kann, da er an den universellen Entwicklungsbedürfnissen des Menschen orientiert ist.

Die Leistungsfähigkeit spielt für die Aufnahme keine Rolle: Kinder mit unterschiedlichen Begabungsschwerpunkten werden aufgenommen. Die innere Differenzierung in den heterogenen Lerngruppen, die besondere Methodik und das hohe Maß an Berücksichtigung der individuellen Entwicklungssituation ermöglichen es, allen Kindern gerecht zu werden.

Sollte ein besonderer Förderbedarf festgestellt werden, gibt es heilpädagogische Waldorfschulen, in denen Lernbehinderte, Praktisch-Bildbare und Erziehungshilfe-Schüler gemeinsam unterrichtet werden. Einige Waldorf-schulen haben einen parallelen „Kleinklassenzug“ für Sonderschüler. Integrative Waldorfschulen und Schulen mit Einzelintegration gibt es ebenfalls.

Individuelle Förderung

Der breitgefächerte Waldorf-Lehrplan vermittelt nicht nur eine solide Allgemeinbildung, sondern bietet auch vielfältige Gelegenheiten, dass jeder Schüler seine persönlichen Stärken ausbilden kann.

Das Lehrerteam einer Klasse arbeitet eng zusammen, um alle Schüler durch individuelle Fördermaßnahmen zu unterstützen. Das geschieht im Rahmen des regulären Unterrichts durch die Innere Differenzierung.

In Klassenkonferenzen wird regelmäßig, auch ohne dass es besondere Schwierigkeiten gegeben hätte, über einzelne Schüler gesprochen. In diesen „Schülerbetrachtungen“, tragen die Kollegen, häufig gemeinsam mit den betreffenden Eltern, ihre Beobachtungen zusammen. Das so entstehende Gesamtbild gibt wertvolle Anregungen für die pädagogische Praxis.

Der Klassenlehrer erarbeitet mit jedem einzelnen Schüler die Rezitation des individuellen Zeugnisspruchs jeweils an einem festen Wochentag durch das ganze Jahr.

In den unteren Klassen kommen individuelle Bewegungsübungen hinzu (Klatschen, Stampfen, Hüpfen, Werfen und Fangen), die der Klassenlehrer mit einzelnen Schülern auch vor oder nach dem Unterricht macht.

In fast allen Freien Waldorfschulen gibt es zusätzlich (meist kostenlose) individuelle Fördermaßnahmen durch eigene Förder-lehrer und Therapeuten. Nach Möglichkeit werden angeboten:
Fördergruppen für Deutsch, Rechnen und Fremdsprachen
Heileurythmie (Bewegungsübungen zu Sprache oder Musik)
Sprachgestaltung
Musik-, Mal- und Bewegungstherapie

Ein eigener Waldorf-Schularzt begleitet und unterstützt die Schüler und berät Eltern und Lehrer.

Persönliche Zuwendung

Eine erfolgreiche Erziehung basiert auf dem unmittelbaren Kontakt zwischen Schüler und Lehrer. Die persönliche Beziehung zwischen beiden braucht Zeit, um zu wachsen.



Der Waldorf-Klassenlehrer begleitet seine Schüler in der Regel vom ersten bis zum sechsten oder sogar achten Schuljahr.
Er unterrichtet sie täglich in den ersten beiden Stunden.
In der Unterstufe ist er manchmal auch in anderen Fächern noch dabei oder steht in der Schule bis zum Unterrichtsschluss der Klasse zu Verfügung.
Er überlegt sich, wie er jedem Schüler individuell helfen kann, und übt mit ihm einzeln (Sprechübungen, Bewegungsübungen).
Die Lehrer verzichten weitgehend auf den Einsatz von Medien. Sie singen und musizieren selbst. Sie erzählen möglichst auswendig („by heart“) und sie schreiben oder zeichnen unmittelbar an die Wandtafel.Die von den Schülern erfahrene Authentizität wiegt stärker als die technische Perfektion.
(Außer dem Lesebuch wird in den unteren Klassen möglichst kein Schulbuch verwendet. In Mittel- und Oberstufenklassen werden, wenn auch sparsam, verschiedene Medien eingesetzt).

Engagierte Pädagogen

Ohne ein besonderes Engagement geht es wohl kaum: Schon die Waldorflehrerausbildung, die über eine staatliche Lehrerausbildung oder die Berufs-praxis im betreffenden Fachgebiet hinaus notwendig ist, erfordert eine umfassende Persönlichkeitsbil-dung. Da der Waldorflehrer sich als Begleiter und Helfer der individuellen Entwicklung seiner Schüler versteht, muss er sich intensiv mit jedem einzelnen befassen. Nicht nur der langjährige Klassenlehrer pflegt die persönliche Beziehung durch eine innere Verbindung. Häufig verfasst der Pädagoge Gedichte, Lieder und Sachtexte selbst.

Dies ist zwar aufwändig, doch intensiviert es den konkreten Bezug zu dem einzelnen Schüler und der Lerngruppe.
Zahlreiche über den Pflichtunterricht hinausgehende Veranstaltungen, die regelmäßigen Schulfeste, die intensive Elternarbeit fordern ebenso wie die kollegiale Selbstverwaltung und die vollständige Schulautonomie einen zusätzlichen Einsatz.

Dafür bietet eine Freie Waldorfschule außerordentliche Gestaltungsmöglichkeiten im Rahmen einer Gemeinschaft von Schülern, Eltern und Lehrern, die auf der gemein-samen Grundlage der Waldorfpädagogik ein ganzheitliches, werteorientiertes Erziehungskonzept verwirklichen wollen

Leistung ohne Auslese

Grundgedanke der Waldorfpädagogik ist die Gleichwertigkeit aller Menschen. Die indivi-duelle Verschiedenheit der Schülerinnen und Schüler wird respektiert. Es gilt, die unter-schiedlichen Begabungen und Fähigkeiten eines jeden zu entwickeln. Daher werden alle Schüler in einer Klasse unterrichtet, unab-hängig von ihren individuellen Begabungs-schwerpunkten oder Leistungsfähigkeiten. Die Gruppenbildung erfolgt nach pädagogischen Gesichtspunkten (ausgewogene Zusammen-setzung der Gruppe), nicht nach Leistung.

Durch das gemeinsame Arbeiten lernen die Schüler ihre individuellen Besonder-heiten schätzen. Schwierigkeiten werden gegenseitig ausgeglichen, Begabungen entwickelt, Fähigkeiten gesteigert. Davon profitieren alle Schüler, so dass auch die Leistungsstärksten gut gefördert werden können.

In heilpädagogischen Waldorfschulen (Sonderschulen) werden aus demselben Grundgedanken Schüler mit unterschiedlichem Förderbedarf (Lernhilfe, Erziehungs-hilfe, Praktisch-Bildbare, teilweise auch Körperbehinderte) in einer Klasse gemeinsam unterrichtet.

Schüler mit einem besonderen Förderbedarf können in begrenztem Umfang auch in die Regelklassen der Freien Waldorfschule integriert werden. An manchen Schulen gibt es einen eigenen „Kleinklassenzug“. In Deutschland gibt es darüber hinaus zur Zeit drei integrative Waldorfschulen.


Umfassendes Betreuungsangebot

Das Betreuungsangebot einer Waldorfschule entspricht in der Regel dem einer „offenen Ganztagsschule“, ohne dass sich bisher die Waldorfschulen so bezeichnet hät-ten. Zur Zeit entwickeln in Hessen über sechs Waldorf-schulen ihr Ganztagsangebot weiter.

Entsprechend dem Anspruch der Waldorfpädagogik, den Kindern und Jugendlichen einen gesunden und
schönen Lebensraum in Kindergarten und Schule zu
bieten, in dem sich die Erzieher für die Gesamtentwick-
lung der Schüler verantwortlich fühlen, ist in allen Wal-
dorfschulen eine verlässliche Betreuung am Vormit-
tag gewährleistet:

Täglich beginnt für alle Klassen der Unterricht
um 8 Uhr.
Mittags wird ein gesundes Mittagessen angeboten, das meist in eigener Schulküche mit Produkten aus biologischem Anbau selbst gekocht wird.
Bei vorzeitigem Unterrichtsende können die Schüler eine „Warteklasse“ mit Hausaufgabenbetreuung besuchen.Vielen Waldorfschulen ist auch ein eigener Hort angeschlossen.
Die vielfältigen Angebote im musisch-künstlerischen und praktischen Bereich sind in der Regel verpflich-
tend, so dass in der Mittelstufe oft an zwei bis drei Nachmittagen pro Woche regulärer Unterricht für alle stattfindet, in der Oberstufe sogar an drei bis vier Nachmittagen.

Ein schön gestaltetes Schulgelände mit eigenem Schulgarten, schuleigene Werkstätten, eine eigene Schülerbibliothek, die Vorbereitung der zahlreichen Schulfeste und viele Projekte bieten den Schülern darüber hinaus vielfältige Möglichkeiten, sich in der Schule zusätzlich zu engagieren.


Stabile Lerngruppen

In allen Freien Waldorfschulen werden die Schüler in der ersten Klasse aufgenom-men und bleiben in dieser Lerngruppe bis zum Ende des 12. Schuljahres zusammen. Eine Auslese oder äußere Differenzierung nach Leistung findet nicht statt, alle Schülerinnen und Schüler werden versetzt.

Im Vergleich zu anderen Schulformen sind die Klassen mit häufig 35 Schülern zwar relativ groß, doch wird nach den ersten beiden Unterrichtsstunden für fast alle anderen Fächer die Klasse aufgeteilt in zwei oder drei kleinere Lerngruppen (die nicht nach Leistungen differenziert sind).


Die Lehrer-Schüler-Relation ist an Freien Waldorfschulen mit durchschnittlich 1:13 entsprechend niedrig (z. Vgl. in der staatl. Schule: 1:17 bis 1:21).



Elternbeteiligung

Schulträger sind die Eltern und Lehrer, die sich in einem gemeinnützigen Verein organisieren und den Schulbetrieb durch ihre Beiträge und Spenden mit finanzieren. Der kostengünstige Betrieb der Freien Waldorfschulen ist allerdings nur möglich durch das rege Elternengagement über die finanziellen Leistungen hinaus.

Neben der üblichen Elternvertretung in einem Eltern(bei)rat und dem Engagement für die Gestaltung der Schule fordert die rechtliche und wirtschaftliche Verantwortung als Schulträger von den Eltern eine vielfältige Beteiligung:


im Vereinsvorstand und seinen Ausschüssen

in der Geschäftsführung

bei der Vertretung gegenüber Behörden, Parlamenten und Medien

bei der Vertretung der Schule in den Organen des Bundes der Freien Waldorfschulen

bei Bauplanung, Ausbau und Renovierung

bei Reinigung und Pflege

bei der Gestaltung des Schulprofils in Schulkonferenz und Eltern-Lehrer-Rat

bei Festen und im Unterricht

bei der Organisation von Veranstaltungen, bei Vermietung der Räume

Die Schulgemeinschaft bietet damit für alle Eltern Chancen, ihre unterschiedlichen Fähigkeiten einzubringen und weiter zu entwickeln.


Beratung der Eltern

Über die üblichen Elterngespräche hinaus wird den Eltern eine allgemeine und individuelle Beratung geboten:


Regelmäßige Klassen-Elternabende sind üblich (in der Regel alle sechs Wochen), in denen die Unterrichtsinhalte und die Methodik sowie die alterspezifischen pädagogischen Fragen besprochen werden.
Für die Eltern der Schule werden Vorträge und Seminare zu pädagogi-schen Themen angeboten.
Über die Elternsprechtage und Sprechstunden hinaus engagieren sich die Lehrerinnen und Lehrer in zahlreichen persönlichen Gesprächen. Meist sind sie auch zu Hause telefonisch ansprechbar.
Die Kollegen des Förderbereiches, die an der Schule tätigen Therapeuten und der Schularzt bieten eine fachkundige Beratung. Die enge Kooperation mit Beratungs- und therapeutischen Einrichtungen im Umfeld der Schule, die ebenfalls auf anthroposophischer Grundlage arbeiten, erleichtern eine koordi-nierte Hilfestellung.


Einheitliche Pädagogik in Kindergarten, Hort und Schule

Eltern, die ihre Kinder in waldorfpädagogische Einrichtungen geben, haben diese bewusst gewählt, da sie sich mit der dort praktizierten Pädagogik verbinden. Wenn dieselbe Auffassung vom Menschen und seinen Entwicklungsmöglichkeiten die Er-ziehung in Elternhaus und Schule prägt, werden "Erziehungsverträge“ zwischen Eltern und Schule überflüssig.

In Kleinkindgruppen und Kindergarten, in Hort, Schule und Elternhaus sowie bei therapeutischen und medizinischen Angeboten beruhen Menschenbild, Erziehungs-ziele und Methoden auf den Anregungen der Anthroposophie. Dadurch ist eine optimale Koordination der Bemühungen aller am Erziehungs- und Entwicklungs-prozess Beteiligten möglich. Die einheitliche, klare Wertorientierung gibt Kindern und Jugendlichen die erforderliche innere Sicherheit, auf deren Grundlage sie ihre eigene Weltsicht entwickeln können.


Individuelle Charakterisierung in Textzeugnissen

Noten werden in der Unter- und Mittelstufe der Waldorfschule nicht erteilt. Fehler werden trotzdem korrigiert. Waldorflehrer lassen es nicht bei dürren Zahlen bewenden, sondern zeigen in ihren eigenen Worten die individuellen Stärken und Schwächen der Arbeiten auf.

Ähnlich verfahren sie mit den Zeugnissen am Schuljahrsende (Halbjahreszeugnisse gibt es nicht): Die Lehrer fassen die Entwicklungen, die sie während des vergangenen Schuljahres beobachten konnten, in aus-führlichen Beschreibungen zusammen. Auf die persönlichen Leistungen, Stärken, Schwächen und Möglichkeiten können sie so differenziert eingehen.

Da in der Freien Waldorfschule die Schüler nicht durch Sitzenbleiben bedroht sind, haben die Zeugnisse auch keine Funktion als Ausleseinstrument. Die individuelle Charakterisierung kann vielmehr die Entwick-lungsperspektiven für das kommende Schuljahr aufzeigen.

In Unter- und Mittelstufe wird das Zeugnis in der Regel durch einen sogenannten Zeugnisspruch ergänzt, den der Klassenlehrer individuell für jeden Schüler auswählt oder sogar selbst verfasst. In dem Spruch werden in künstlerischer Form die persönlichen Entwicklungsaufgaben bildhaft angesprochen. Im nachfolgenden Schuljahr spricht jeder Schüler einmal wöchentlich (am Wochentag seiner Geburt) diesen Zeugnisspruch vor der Klasse.


Volle Selbstverwaltung

Jede Freie Waldorfschule ist autonom. Der Unterricht unterliegt zwar der staatlichen Schul-aufsicht, doch Lehrpläne und Unterrichts-organisation werden im Rahmen der Waldorf-pädagogik von jedem Kollegium selbst gestaltet und verantwortet.

Auch wirtschaftlich und finanziell ist jeder Träger-verein einer Freien Waldorfschule unabhängig. Jede Schulgemeinschaft regelt die Anstellungs-verhältnisse der Mitarbeiter, die Gehaltsordnung und die Schulbeiträge selbst.

Personalplanung, Einstellung und Entlassung werden vom Kollegium selbst verantwortet. Bauvorhaben werden gemeinsam von den Betroffenen geplant.

Die persönliche Initiativkraft jedes Beteiligten trägt dieses Modell einer freien Bürgergesellschaft, das seit über 80 Jahren in Freien Waldorfschulen auf der ganzen Welt erfolgreich praktiziert wird.

Wie funktioniert eine Waldorfschule?



Natürlich nur durch das Engagement aller Beteiligten!

Eine Freie Waldorfschule wird durch die Eltern und Lehrer selbst verwaltet. Mit der Aufnahme des Kindes werden die Eltern zu Schulträgern und bilden zusammen mit den Lehrern und nichtpädagogischen Mitarbeitern einen gemeinnützigen Verein.

Der Vorstand dieses Schulträgervereins, in dem neben Eltern auch Delegierte des Lehrerkollegiums vertreten sind, verantwortet die Geschäfte (Betriebsmittel und Vermögen). Juristisch fungiert er als Arbeitgeber für alle Mitarbeiter in Verwaltung und Schule. In der Regel wird ein Geschäftsführer mit der Durchführung der Alltagsgeschäfte beauftragt.

Der Verein bildet verschiedene Ausschüsse und Delegationen, die je nach schul-eigener Struktur unterschiedliche Aufgaben übernehmen (z.B. Schulbeitrag und Ermäßigungen, Bauplanung, Fund-Raising, Öffentlichkeitsarbeit etc.).

Die wöchentliche Gesamtkonferenz des Lehrerkollegiums verantwortet Organisation und Pädagogik der Schule. In der wöchentlichen Pädagogischen Konferenz werden aktuelle pädagogische Fragen besprochen; darüber hinaus dient sie der Fortbildung. Eine weitere wöchentliche Konferenz (häufig auch Technische Konferenz genannt) dient der Bearbeitung organisatorischer Aufgaben des Schulalltags. Außerdem arbeiten die Kollegen in den üblichen Klassen-, Stufen- und Fachkonferenzen zusammen.

Die Freie Waldorfschule hat keinen Direktor im herkömmlichen Sinn, sondern eine kollegiale Schulleitung. Neben der rechtlichen Verantwortung für die Schul-führung bearbeitet sie die Aufgaben, die vom Kollegium im Rahmen der Selbstverwaltung übernommen werden müssen. In der Regel gehört der größte Teil des Kollegiums dieser ebenfalls wöchentlichen tagenden Schulleitungskonferenz (manchmal auch Interne Konferenz genannt) an. Häufig beauftragt sie einen Verwaltungsrat mit der Wahrnehmung der Tagesaufgaben einer Schulleitung.

Die Schulautonomie erfordert zudem die Mitarbeit in zahlreichen Ausschüssen, in denen gemeinsam mit den Eltern die Schulangelegenheiten (einschließlich der Einstellung und Kündigung von Mitarbeitern) bearbeitet werden. Hinzu kommt die Vertretung der Schule in der Öffentlichkeit und innerhalb der Landesarbeits-gemeinschaft (LAG), des Bundes der Freien Waldorfschulen, der AG der Heilpädagogischen Schulen sowie der AG der Schulen in Freier Trägerschaft.

Die Eltern können ihre Belange außer im Schulträgerverein auch durch einen Schul-Elternbeirat vertreten. Als Interessenvertretung der Schüler gibt es an vielen Waldorfschulen einen Schülerrat.

Über die Hälfte der für den (vergleichsweise sparsamen!) Schulbetrieb notwendigen Finanzmittel werden zwar durch die Beihilfen des Landes nach dem Ersatzschulfinanzierungsgesetz erbracht. Dies lässt aber noch eine große Finanzierungslücke offen, die durch Spenden und Schulbeiträge der Eltern geschlossen werden muss. In den vergangenen Jahren waren durchschnittliche Elternleistungen von monatlich rund 170 € pro Schüler notwendig: Das sind rund 33% der Aufwendungen. Damit sind die Eltern über Gebühr belastet. Das Bundesverfassungsgericht hält lediglich 100 € für zumutbar. Ca. 85% der staatlichen Gesamtausgaben für einen Schüler müssten durch die Beihilfen gedeckt werden, in Hessen sind es z.Z. nur etwa 66%.

Soziale Verantwortung

Das Schulkonzept der Freien Waldorfschule bietet vielfältige Möglichkeiten, soziale Kompetenzen zu entwickeln:


Die heterogene Zusammensetzung der Klassen erfordert ständig gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz. Da die Schüler zwölf Jahre in der Klassengemeinschaft zusammenbleiben, wird dies erleichtert: Man hat viele gemeinsame Erlebnisse, kennt sich gut und weiß, wie der andere früher war oder in einem anderen Bereich ist. Das relativiert vieles.
Die Waldorfmethodik baut auf das Lernen im gegenseitigen Miteinander auf. Die schneller begreifenden Schüler lernen am meisten, wenn sie langsamer begreifenden etwas erklären. Und diese lernen besser, wenn sie nicht ausschließlich auf die Erklärungen des Lehrers angewiesen sind. Vielleicht können sie sich ja beim Schnitzen eine Kochlöffels oder dem Löten von Schaltungen revanchieren ... .
Da die breite Palette der Unterrichtsfächer Anforderungen an die unterschiedlichsten Fähigkeiten stellt, die alle gleich geachtet sind, werden die speziellen Stärken und Schwächen leichter akzeptiert. Jeder bringt eben seine Fähigkeiten ein, um den Mitschülern zu helfen.
Die meisten Waldorfschulen sind einzügig. In derüberschaubaren Schulgemeinschaft von rund 400 Schülern kennt man sich. Die großen Schüler übernehmen Patenschaften für die Kleinen. Schüler helfen in der Schulküche.



Die Autonomie der Freien Waldorfschule macht deutlich: Ohne die Eigeninitiative geht nichts. Schüler und Eltern reinigen die Unterrichtsräume und pflegen das Schulgelände. Kleinere Reparaturen und Renovierungsarbeiten werden selbst durchgeführt. Die Schüler erleben, dass die Schule nur durch das besondere Engagement ihrer Eltern und Lehrer so schön sein kann: Dieses Vorbild motiviert zur Mithilfe!
Bei der Vorbereitung und Durchführung der zahlreichen Schulfeste, Basare und Flohmärkte übernehmen auch die Schüler frühzeitig Verantwortung.
Neben dem üblichen Schüleraustausch übernimmt fast jede Waldorfschule Patenschaften für waldorfpädagogische Einrichtungen im Ausland. Die Schüler sammeln Geld und Unterrichtsmaterial oder übernehmen Dienstleistungen, um mit der Vergütung den Menschen in der Dritten Welt zu helfen. Viele Waldorfschulen führen jährlich einen besonderen Aktionstag zu diesem Zweck durch, den wow-day.
Viele Waldorfklassen verzichten auf eine Klassenfreizeit und organisieren statt dessen einen Arbeitseinsatz, z. B. zur Renovierung eines Kinderheims oder zur Strandsäuberung bei einer Ölpest.




Rhythmisierung des Unterrichts

Eine rhythmische Gestaltung des Unterrichts stärkt die Gesundheit und erleichtert das Lernen.
Auf der Grundlage dieser Einsicht verwirklicht die Waldorfpädagogik eine innere und äußere Gliederung des Schulalltags.

Die einzelnen Unterrichtsstunden erhalten durch eine gemeinsame Begrüßung (in Unter- und Mittelstufe meist mit persönlichem Handschlag) und Verabschiedung einen klaren Rahmen.
Der Unterricht selbst ist gegliedert in einen „rhythmischen Teil“ (mit Rezitation, Gesang und Bewegung), einen „Lernteil“ mit dem Erarbeiten, Wiederholen und Vertiefen des jeweiligen Unterrichtsstoffes und einen abschließenden „Erzählteil“. Diese Gliederung wird möglichst auch in anderen Fächern mehr oder weniger stark variiert berücksichtigt.
Jeder Unterrichtstag beginnt zur selben Zeit, in den ersten sechs bis acht Jahren sogar mit demselben Lehrer. Soweit möglich wechseln nach dem zweistündigen „Hauptunterricht“ die stärker künstlerisch geprägten Fächer mit intellektuell anspruchsvolleren Fächern.
Durch die Verteilung der Fachstunden innerhalb der Unterrichtswoche wird eine Rhythmisierung der unterschiedlich anspruchsvollen Fächer versucht (z.B. wechseln die beiden Fremdsprachen täglich). In vielen Schulen wird die Woche mit einem gemeinsamen Morgenkreis aller Klassen oder einer Schulstufe begonnen und abgeschlossen.
Das Schuljahr wird nicht nur durch das Feiern christlicher Jahresfeste und der besonderen Schulfeste gegliedert. Zahlreiche Unterrichtsfächer werden epochal für drei oder vier Wochen unterrichtet, so dass auch dadurch die Rhythmisierung des Schulalltags verstärkt wird.
Der Hauptunterricht (das sind täglich die ersten beiden Schulstunden) wird in Epochen erteilt. Nach drei bis vier Wochen wechselt das Unterrichtsthema. Bis z.B. die zweite Geschichtsepoche folgt, können mehrere Monate vergehen: Das Gelernte hat Zeit, sich zu setzen und innerlich verarbeitet zu werden.
Ebenso wie die Epochalisierung wird der Wechsel zwischen Tag und Nacht bewusst in die Gestaltung des Lernprozesses einbezogen: Am Unterrichtsende werden wichtige Fragen offen gelassen. In einer gesund durchschlafenen Nacht können sie im Unterbewusstsein geistig verarbeitet und am nächsten Tag von den Schülern vertieft werden. Es zeigt sich, dass man auch in der Nacht und in den Wochen zwischen den Epochen hinzu lernt.


Zwei Fremdsprachen ab der ersten Klasse

Kleine Kinder lernen mit allen Sinnen, die Nachahmung spielt noch eine große Rolle. Das pädagogische Konzept der Freien Waldorfschulen sieht daher seit über 80 Jahren zwei Fremdsprachen ab der ersten Klasse für alle Schülerinnen und Schüler vor. Meist sind dies Englisch und Französisch, manchmal auch Englisch und Russisch. In den ersten Jahren wird hauptsächlich durch Sprechen, Singen und Bewegung gelernt.

Parallel zum Thema des Geschichtsunterrichts wird in vielen Freien Waldorfschulen in der fünften Klasse Altgriechisch und in der sechsten Klasse Latein gelehrt, das anschließend freiwillig als dritte Fremdsprache bis zum Latinum fortgeführt werden kann.

In der Oberstufen werden von vielen Schulen weitere Fremdsprachen als AG angeboten.


Vielfältige Bewegungserziehung

Körperliche und seelische Bewegung bilden wichtige Grundlagen für die Entwicklung geistiger Beweglichkeit. Die Bewegungserziehung bleibt in der Waldorfschule daher nicht auf den Sportunterricht beschränkt.


In der Unterstufe beginnen der tägliche Unterricht sowie viele Fachstunden mit rhythmischen Bewegungsübungen.

In den Pausen bieten Unterstufenlehrer oder ältere Schüler häufig Bewegungsspiele an.

In dem Pflichtfach Eurythmie, das in allen Klassen mit ein bis zwei Wochen-stunden unterrichtet wird, werden Musik und Sprache in dieser eigens entwickelten Kunstform durch die Körperbewegung ausgedrückt.

An vielen Waldorfschulen sind in den letzten Jahren eigene Zirkusgruppen entstanden, in denen die Freude an der körperlichen Beweglichkeit in spielerischer Weise aufgegriffen wird. An einigen Waldorfschulen gehört der Zirkusunterricht in bestimmten Jahrgängen der Unter- und Mittelstufe sogar zum Pflichtprogramm.

Tanzunterricht für die ganze Klasse oder als AG-Angebot gibt es ebenfalls an vielen Schulen.

Der gesamte Waldorflehrplan ist so aufgebaut, dass die verschiedenen Tätigkeiten, die in dem umfangreichen künstlerisch-handwerklichen Bereich erübt werden, eine gesunde Grundlage für die Entwicklung der unterschiedlichsten Bewegungsintelligenzen bilden können. Die Kreuzbewegungen und Durchdringungen beim Stricken, Sticken, Weben spiegeln sich z.B. auch beim Zeichnen von Flechtbändern. Sie fördern das mathematische Verständnis und erleichtern später die Vorstellung komplexer mathematisch- geometrischer Durchdringungsprozesse.

Hinzu kommt der Turn- und Sportunterricht. In den ersten beiden Klassen wird er als Spielturnen bezeichnet, da alle Übungen in phantasievolle Geschichten oder Kinderspiele eingebunden werden. Im Vordergrund der Leibesübungen steht nicht das Erzielen von Höchstleistungen durch Spezialisierung, sondern die Ausbildung einer harmonischen Bewegungsfähigkeit. In Mittel- und Oberstufe üben sich daher alle Schüler in den unterschiedlichsten Disziplinen (z.B. Ringen, Speer- und Diskuswurf für alle).



Besondere Methodik

Neben der besonderen Organisationsform einer Schule in freier Trägerschaft und dem eigenen Lehrplan wird die Waldorfpädagogik vor allem durch ihre spezielle Methodik charakterisiert:


Die Geborgenheit in einem schön gestalteten Schulraum und eine über viele Jahre gewachsene persönliche Beziehung zu demselben Klassenlehrer fördern die Freude am Lernen und damit den Lernerfolg. Die Kontinuität in der Lerngruppe bildet eine solide Basis für den Lernprozess.
In Mittel- und Oberstufe wird diese personenbezogene Motivation durch die Begeisterung für Ideale abgelöst. Die Biographien bedeutender Persönlichkeiten geben dabei wichtige Anregungen.


Grundsätzlich werden in allen Klassenstufen mög-lichst wenig Medien eingesetzt: Das persönlich geschriebene, das (auswendig) gesprochene Wort, die selbst anfertigte Zeichnung haben Vorrang.

Das Selbst-Tun steht an der ersten Stelle des Lern-prozesses. In den ersten Schuljahren wird der Nach-ahmung große Bedeutung zugemessen. Auch in den folgenden Klassen stehen Erklärungen sowie theore-tische Erörterungen und Urteile erst am Schluss: Zu-erst wird selbst ausprobiert und das Phänomen beo-bachtet.

Bildhaftes und praktisches Lernen stehen im Mittelpunkt. Zum Beispiel werden Taschenrechner und PC im Unterricht erst eingesetzt, wenn die Schüler entsprechende Schaltungen selbst gelötet haben. Chemische Prozesse werden praktisch erprobt, bevor sie (erst relativ spät ab der 11. Klasse) in abstrakten Formeln berechnet werden.
Der methodische Weg führt vom Bild zum Begriff, der auf Grund der eigenen genauen Beobachtungen selbst entwickelt wird. In der Oberstufe tritt an die Stelle der Naturbilder die phänomenologische Naturwissenschaft mit Fakten und Daten.

Einseitige Beanspruchung von Kräften soll vermie-
den werden. Im Lernprozess werden möglichst viele Sinne angesprochen.

Nicht nur der Kopf, auch das Herz und die Hände sollen bewegt werden. Das Einmaleins z.B. wird klatschend und stampfend mit dem ganzen Körper gelernt. Auch eine Rechenaufgabe kann schön ge-staltet werden. Historische Prozesse können leich-ter erfasst und behalten werden, wenn sie durch Erzählungen von persönlichen Schicksalen konkret werden.


Ebenso wie die Inhalte des Lehrplans richtet sich die Methode nach Lebensalter und Entwicklungs-stand der Klasse. In der Unterstufe ist der Unter-richt lehrerzentriert. In Mittel- und Oberstufe wird diese Struktur zunehmend durch Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit sowie durch Projekte aufgelöst. Am Ende der 8.und der 12.Klasse legt jeder Schüler mit der Präsentation der individuellen „Jahresarbeit“ eine Probe seiner Selbständigkeit vor.

Gemeinsam geht vieles leichter. Häufig wird daher im Chor rezitiert und gesungen. Spielend lernt man auswendig, so dass man Prosa und Lyrik schließlich auch individuell gestalten und allein vortragen kann.
Jeder Schüler hat sein eigenes Lerntempo. Erkenntnisse müssen reifen dürfen. Die Waldorfschule verzichtet daher bewusst auf eine Auslese.
Alle neuen Inhalte werden „eingeführt“, d. h. der Lehrer bereitet durch eine entsprechende Einleitung (vor allem in der Unterstufe meist in Form einer Erzählung) die Schüler seelisch darauf vor. Sie können sich so besser mit dem jeweiligen Stoff verbinden.
Wenn der Lernprozess den Dreischritt Tun- Betrachten- Erklären berücksichtigt und sich über drei Tage erstreckt, kann in den dazwischen liegenden Nächten das Gelernte „absinken“ und innerlich besser verarbeitet werden. Auch die Unterrichtsgliederung in zwei- bis vierwöchige Epochen, zwischen denen jeweils Ruhephasen (mit anderen Unterrichtsfächern) liegen, gründet auf diesem Zusammenhang.


Berufsvorbereitung

Das Grundlagenwissen und die breite Allgemeinbildung, die in der Waldorfschule vermittelt werden, sind die beste Berufsvorbereitung.

In den Fächern Lebenskunde, Gemeinschaftskunde (Wirtschaft und Politik) sowie in Technologie werden berufsvorbereitende Themen erarbeitet.
Grundkenntnisse in der Bearbeitung von Holz, Ton, Stein, Stoff, Metall erwirbt jeder auch praktisch. Erste Hilfe und Gesundheitslehre sind Unter-richtsfach.
Im naturwissenschaftlichen Bereich ist der praktische Anteil besonders hoch: Das Löten von Schaltungen, das Bauen eines Elektromotors, Seifekochen und Kalkbrennen, Landvermessung und PC-Unterricht bilden solide Grund-lagen für die anschließende theoretische Diskussion.
Die lebenspraktische Orientierung des Naturkundeunterrichts zeigt sich auch an den zahlreichen Sonderprojekten von Mittel- und Oberstufenklassen (Renaturierung, Solaranlagenbau, Regenwassernutzung u.v.a.m.).
Bilderband

Zwei- bis vierwöchige Praktika in den Klassen 9 bis 12, zahlreiche Projekte sowie eigene Veranstaltungen, auf denen z.B. Eltern und Freunde der Schule ihre Arbeitsfelder und Berufe präsentieren, bereiten die Schüler praktisch auf die Berufswelt vor.
An vielen Schulen gibt es für Schüler, die sich nicht auf das Abitur vorbereiten, zusätzliche berufsvorbereitende Angebote.
In den Freien Waldorfschulen Kassel, Loheland und Darmstadt ist es sogar möglich, parallel zum Oberstufenunterricht in den schuleigenen Werkstätten eine Berufsausbildung abzuschließen:
in Kassel in Berufen aus den Bereichen Elektro, Metall und Holz,
in Loheland und Darmstadt als Schreiner.
Der umfangreiche handwerkliche Unterricht der Waldorfschule wird auf die Berufsschulzeit angerechnet, so dass die Auszubildenden nach 13 oder 14 Schuljahren eine Lehre abschließen und das Abitur bzw. die Fachhochschul-reife erlangen.
Besonders wertvoll für die Berufsvorbereitung ist das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten, das die Jugendlichen sich erwerben. In der Freien Waldorfschule erleben sie Eltern und Lehrer, die sich für ihre Ideale einsetzen und Selbst-verwaltung praktizieren. Im Laufe ihrer Schulzeit haben sie gelernt, mit positiver Grundeinstellung auf neue Aufgaben zuzugehen, frei zu sprechen und ihre Arbeiten vor großen Versammlungen zu präsentieren: Das ist eine gute Vorbereitung für ihr Engagement in unserer Gesellschaft (vgl. Waldorfabschluss).

Eigener Lehrplan

Grundlage der Auswahl der Unterrichtsinhalte sind nicht die Erfordernisse einer bestimmten Gesellschaft oder Zeit. Vorrangig ist die Frage:

Was hilft dem Kind bzw. dem Jugendlichen, seine individuellen Fähigkeiten optimal zu entwickeln?

Deshalb richtet sich der Lehrplan nach der Entwicklungssituation der Schüler, so dass bestimmte Themen in anderen Klassenstufen bearbeitet werden als in staatlichen Schulen.

Alle Fächer sind gleichwertig. Der Erarbeitung von Wissen und kognitiver Kompetenz kommt das gleiche Gewicht zu wie praktischen und künstlerischen Fertigkeiten. Durch das breite Spektrum des Unterrichts lernt jeder Schüler sich mit den unterschiedlichsten Anforderungen auseinander zu setzen. Er kann seine Stärken erfahren und an seinen Schwächen arbeiten.

Daher gibt es für die Schüler auch wenig Auswahlmöglichkeiten: Alle Schüler, Jungen wie Mädchen, lernen Stricken, Flöten, Schmieden usw. Unterricht und Lehrplan sind dadurch umfangreich: Waldorf-Oberstufenschüler haben oft 38 bis 40 Stunden Pflichtunterricht pro Woche. Zum Pflichtunterricht zählen neben den bekannten Fächern zusätzlich:

Eurythmie (1.-13.Kl.)
Zwei Fremdsprachen ab 1.Kl.
Gartenbau (5.-10.Kl.)
Handwerk/ künstlerisch-praktischer Unterricht (5.-12.Kl.)
Technologie/Lebenskunde (9.-12.Kl.)
Gesundheitslehre (11.Kl.)
Praktika (9.-12.Kl.)
Instrumentalunterricht (Kinderharfe/ Kantele/ Leier, Flöte 1.-4. Kl.)
Chor/ Orchester
Da in allen Fächern die Auswahl der Inhalte durch die spezifische Problemstellung des Jahrgangs bestimmt ist, ergeben sich optimale Möglichkeiten für Koordination und fächerübergreifenden Unterricht.

Bestimmte Themen werden teils früher teils später als sonst üblich erarbeitet, so dass eine Teilnahme an allgemeinen Vergleichstests nicht immer sinnvoll ist, auch wenn die Leistungen von Waldorfschülern beim Abschluss der Schulzeit mindestens gleichwertig sind.


Praktika und Projekte

Besondere Bedeutung gewinnen die Praktika, die ab der 9. Kl. jährlich für 2 bis 4 Wochen in verschiedenen Bereichen stattfinden:

9.Klasse Land-/ Forstwirtschaft
10. Klasse Landvermessung
11. Klasse Industrie
12. Klasse Soziale Einrichtung, Kunstfahrt
(Die Kunstfahrt in der 12.Klasse hat den Charakter eines Praktikums und geht deutlich über eine Klassenfahrt mit Besichtigungsprogramm hinaus. Nach den Kunstbetrachtungsepochen der letzten Schuljahre können hier die Originale erlebt werden. Die vielfältigen künstlerischen Techniken, die sich die Schüler im Laufe ihrer Schulzeit erarbeitet haben, werden nun angewandt, um Architektur-, Kunst- und Reiseerlebnisse festzuhalten.)


Projektunterricht hat in der Waldorfschule eine lange Tradition, auch wenn er häufig intern nicht so bezeichnet wird. Ab der dritten Klasse finden im Rahmen des regulären, vielfach epochal erteilten Unterrichts einzelne, oft mehrwöchige, fächerübergreifende Projekte statt (z.B. Bau eines Backhauses o.ä.). Das Feiern der Jahresfeste (vor allem zu Johanni im Juni und zu Michaeli im September) wird gerne mit einem klassenübergreifenden Projekttag verbunden. Hinzu kommen Projekte einzelner Klassen, häufig in Verbindung mit einer Klassenfahrt (z.B. Ölpest in Galizien, Renovierung von Schulgebäuden in Kroatien), oder auch von Schülern initiierte klassen- und schulübergreifende Projekte wie etwa der wow-day.

Religiöse Erziehung

Kinder aller Glaubensrichtungen lernen zusammen. Unabhängig von jeglicher Konfession durchzieht eine religiöse Grundstimmung den Unterrichtsalltag.

Im Morgenspruch, den täglich alle Waldorfschüler gemeinsam vor dem Unter-richtsbeginn sprechen, werden die Gedanken und Empfindungen liebevoll auf die Menschen und auf geistige Kräfte gerichtet. Er ist so gefasst, dass er weltweit von Schülern aller Religionen und Kulturen gesprochen wird.

Die christlichen Jahresfeste Ostern, Johanni, Michaeli und Weihnachten werden mit der Schulgemeinschaft besonders gefeiert. An fast allen Schulen werden von Kindern, Lehrern und Eltern Paradeis-, Christgeburts- und Dreikönigsspiele aufge-führt. In anderen Kulturkreisen werden die dortigen Feste feierlich begangen.

Im Erzählstoff stehen besonders Themen im Mittelpunkt, an denen die Beziehung des Menschen zu einer geistigen Welt deutlich werden kann.

Im Mittelpunkt des Naturkunde-Unterrichts steht die lebendige Natur, in der Göttlich-Geistiges wirkt. Statt Naturwissenschaft einseitig nur materialistisch zu betreiben und zu glauben, mit Modellen und Formeln die Welt erfassen und erklären zu können, orientiert sich die Waldorfpädagogik an einer Betrachtung der äußeren Erscheinung, die als Ausdruck innerer, geistiger Zusammenhänge aufge-fasst werden kann. Erst nach einer ganzheitlichen Beschäftigung mit den Phänomenen folgt auch die Erarbeitung gängiger naturwissenschaftlicher Methoden.

Der Geschichts- und Deutschunterricht der Oberstufe thematisiert die Polari-täten, mit denen der Mensch sich auseinander setzt. Die Bewusstseinsentwicklung der Menschheit, der Entwicklungsweg und das Erkenntnis-streben des Individuums stehen im Vordergrund. Ausführlich werden daher der Parzival-Roman (11. Kl.) und das Faust-Drama (12. Kl.) erarbeitet.

In allen Jahrgangsstufen und Fächern werden zahlreiche Lieder und Gedichte gelernt. Deren Auswahl ist ebenso wie die der Texte durch den Gesichtspunkt geprägt: Was braucht das Kind, was benötigt der Jugendliche für eine gesunde Entwicklung seiner Persönlichkeit? Positive Beispiele, Vorbilder und Ideale geben den Heranwachsenden Kraft, die Zukunft zu gestalten.

Religion als eigenes Unterrichtsfach gibt es in der Waldorfschule außerdem: Ein bis zwei Pflichtstunden pro Woche in allen Klassen werden von Religionslehrern der verschiedenen Konfessionen oder für die Konfessionslosen als „freier christlicher Religionsunterricht“ von Waldorflehrern erteilt.
Die Eltern bestimmen, welchen Religionsunterricht ihr Kind besucht.


Ökologisches Engagement

In der Waldorfpädagogik wird der Mensch im Gesamtzusammenhang des Kosmos gesehen. Entsprechend wird in allen Fächern eine verantwortungsvolle Beziehung zu allem Lebendigen gepflegt. Umwelterziehung ist praktischer Alltag:

Die meisten Schulgebäude sind unter baubiologischen Gesichtspunkten errichtet bzw. renoviert.
Von Fußbodenwachs und Spülmittel über Wand- und Malfarben bis zum Schreibpapier werden umweltschonende Produkte verwendet.
Die Schulküchen verwenden vorwiegend Lebensmittel aus dem eigenen Schulgarten und biologisch-dynamischem Anbau. Ernährungslehre ist eine Unterrichtseinheit.
Alle Waldorfschüler haben (neben vielen Sonderprojekten) in der 3. Klasse eine Ackerbau-Epoche: Die Schüler spannen sich selbst vor den Pflug, säen Getreide ein, mähen, dreschen und backen aus dem selbst geernteten Korn Brot.
Ein landwirtschaftliches Praktikum auf einem Bauernhof schließt sich später (in der Regel in der 9.Klasse) an. In vielen Schulen gibt es zusätzlich ein Forstpraktikum.
Darüber hinaus gibt es für die 5. bis 10. Klasse einen gesonderten Gartenbau-Unterricht (zwei Wochenstunden) im eigenen Schulgarten.
Das meist weitläufige Schulgelände bietet ein interessantes Erfahrungsfeld. Seine Gestaltung und Pflege ist eine Gemeinschaftsaufgabe für alle Klassen.
Manche Schulen halten auf ihrem Schulgelände auch Tiere (Hühner, Hasen, Schafe, Esel), so dass die Schüler deren Pflege lernen.

Künstlerische und handwerkliche Ausbildung

Schulgebäude, Ausstattung und Atmosphäre der Freien Waldorfschulen lassen erkennen, dass großer Wert auf die künstlerische Gestaltung gelegt wird.


Waldorflehrer haben in ihrer Ausbildung ein Musikinstrument spielen gelernt. Sie singen häufig mit den Schülern, sie malen und zeichnen selbst, verfassen kleine Geschichten und Gedichte, so dass im Unterricht aller Fächer die Liebe zur Kunst gepflegt wird.

Musik

Von Klasse 1 bis 4 lernen die Schüler ein Saiteninstrument (meist Kinderharfe, Kantele oder Leier).

Ab der zweiten Klasse üben sie beim Klassenlehrer das Spiel auf der Blockflöte.

Ab der dritten Klasse gibt es für alle Klassen Musik als Fachunterricht (mit 1-2 Wochenstunden).

Die meisten Schüler erlernen nun dazu privat ein individuelles Instrument, das sie in ihr Klassenorchester einbringen. Der privat erteilte Instrumental-unterricht kann meist in den Räumen der Schule stattfinden.

Meist ab der fünften Klasse nehmen alle am Schulorchester teil oder singen im Schulchor (obligatorisch, 1 Wochenstunde). Öffentliche Chor- und Orchesteraufführungen in den verschiedenen Schulstufen finden gute Resonanz und zeigen die hohe Qualität der musikalischen Ausbildung.

Sprache

In den Klassen 1 bis 8 beginnt jeder Tag mit Gesang und Rezitation von Gedichten.
Neben den Sprechübungen im Klassenverband können die Schüler einzeln Sprachgestaltung mit einem speziell dafür ausgebildeten Lehrer bzw. Therapeuten üben.
In jedem Jahr führen die Schülerinnen und Schüler mit dem Klassenlehrer oder den Fremdsprachenlehrern kleinere Stücke auf. In der achten und in der zwölften Klasse wird mit allen Schülern ein sogenanntes „Klassenspiel“ aufgeführt, meist ein abendfüllendes Drama.

Kunst

In der Unterstufe ist der Einsatz von Fotokopien und Printmedien auf ein Minimum reduziert. Statt dessen malen die Lehrer Bilder und Karten an die Tafel. Die Schüler üben das künstlerische Gestalten ihrer Hefte täglich.
Der Mal- und Zeichenunterricht wird von Klasse 1 bis 6 oder 8 vom Klassenlehrer (mit 2 Wochenstunden) erteilt, ab der 9. Klasse epochal vom Kunstlehrer.
Hinzu treten von Klasse 9 bis 12 Epochen in Kunstgeschichte, Plastizieren, Bildhauen, oft auch Grafik/Design.

Handarbeit/Werken
Handwerkliche Fertigkeiten, die weit über das übliche „Basteln“ hinausgehen, werden von allen Schülerinnen und Schülern ab der ersten Klasse geübt.

In Handarbeit (2 Wochenstunden Kl. 1- lernen die Schüler neben den üblichen Tätigkeiten (Stricken, Sticken, Nähen) auch Spinnen und Weben, bis in der 9. Klasse in einer Schneider-Epoche jeder Schüler sich ein Kleidungs-stück (Jacke, Hose o.ä.) selbst schneidern kann.
Neben den Handwerker- und Hausbau-Epochen der Unterstufe wird von der 5./6. bis zur 10. Klasse in Werken (2 Wochenstunden) der Umgang mit Holz bis zum Schreinern eines einfachen Möbelstücks (z.B. Hocker) erlernt.
Viele Schulen haben eine eigene Schmiede, zumindest wird die Metall-bearbeitung an Kupferblech gelernt.
Epochal wird dies in den Klassen 9 bis 12 um Korbflechten und Buchbinden/ Kartonagearbeiten ergänzt.

Schulabschlüsse

Waldorfschulen sind nicht in erster Linie auf den Erwerb staatlicher Schulabschlüsse ausgerichtet. Das pädagogische Konzept der Waldorfschule umfasst 12 Schuljahre als Grundausbildung für alle.

Im zwölften Jahr stellen die Schüler ihre Fähigkeiten und Leistungen auf verschiedene Weise unter Beweis. Dieser „Waldorfabschluss“ wird von vielen Unternehmen als Nachweis einer umfassenden Bildung geschätzt. Im Gegensatz zu anderen Staaten wurde er in Deutschland bisher nicht als Zugangsberechtigung für ein Hochschulstudium anerkannt. Daher dient ein dreizehntes Schuljahr der Vorbereitung auf die (externe) Abiturprüfung.


Abitur
Lediglich in Hessen sind die Klassen 11-13 der Freien Waldorfschulen als gymnasiale Oberstufe staatlich anerkannt, so dass nach den gleichen formalen Bedingungen wie an staatlichen Schulen das Abitur erworben werden kann. Die 12. und 13. Klasse gelten nach der Oberstufenverordnung als Qualifikationsphase. Am Ende der 13. Klasse wird die normale hessische Abiturprüfung durchgeführt.

Hauptschulabschluss und Mittlere Reife
Möchten hessische Waldorfschüler aus einem besonderen Grund vorzeitig die Schule schon nach der 10. Klasse verlassen, kann die Klassenkonferenz feststellen, ob das Abgangszeugnis dem Leistungsniveau eines Hauptschulabschlusses, der Mittleren Reife oder dem des Gymnasiums gleichwertig ist. Wenn das Staatliche Schulamt diese Einschätzung bestätigt, erhält der Schüler den betreffenden Schulabschluss per „Gleichstellungsvermerk“.
Schüler, die in die gymnasiale Oberstufe aufgenommen wurden und nach der 11. oder 12. Klasse die Schule verlassen, haben die Mittlere Reife.

Fachhochschulreife
Bei einem Abschluss nach der 12. Klasse der gymnasialen Oberstufe kann bei entsprechenden Leistungen der schulische Teil der Fachhochschulreife bescheinigt werden.

Lehre
In den Freien Waldorfschulen Kassel, Loheland und Darmstadt ist es möglich, parallel zum Oberstufenunterricht in den schuleigenen Werkstätten eine Berufs-ausbildung abzuschließen:
in Kassel in den Berufsfeldern Elektro, Metall und Holz,
in Loheland und Darmstadt als Schreiner.
Der umfangreiche handwerkliche Unterricht der Waldorfschule wird auf die Berufsschulzeit angerechnet, so dass die Auszubildenden nach 13 oder 14 Schuljahren eine Lehre abschließen und das Abitur bzw. die Fachhochschulreife erlangen (Doppelqualifikation).

Staatlich anerkannte Gymnasiale Oberstufe

In Hessen sind die Klassen 11-13 der voll ausgebauten Freien Waldorfschulen als gymnasiale Oberstufe staatlich anerkannt. Das bedeutet, dass die Schüler nach denselben Bestimmungen wie an staatlichen Gymnasien ihre Abiturprüfung in der Waldorfschule bei ihren Lehrern ablegen können.

Der Unterricht in den Klassen 11 und 12 folgt dem Waldorflehrplan. Ab der 10. Klasse können die Schüler zusätzlich zum Waldorf-Textzeugnis ein Notenzeugnis (Punkte) erhalten.

Schüler, deren Leistungen am Ende der 10. Klasse nicht dem Gymnasialniveau entsprechen, können zwar nicht in die „gymnasiale Oberstufe“ aufgenommen werden, bleiben aber für die beiden folgenden Jahre bis zu ihrem Waldorf-Abschluss Ende 12 in ihrem alten Klassenverband. Für sie werden besondere, stärker berufsvorbereitende Kurse angeboten.

Quelle: http://www.waldorfschule-hessen.de
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