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Präventive Programme für sozial benachteiligte Familien mit Kindern von 0 - 6 Jahren

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Präventive Programme für sozial benachteiligte Familien mit Kindern von 0 - 6 Jahren

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Präventive Programme für sozial benachteiligte Familien mit Kindern von 0 - 6 Jahren

Beitragvon Oliver » So 25. Nov 2012, 07:22

Präventive Programme für sozial benachteiligte Familien mit Kindern von 0 - 6 Jahren

Überblick über die Angebote in Deutschland

Eine Voraussetzung für die Wirksamkeit von präventiven Angeboten für Familien ist die Ausrichtung am Bedarf der Familien. Durch die neue Vielfalt ist es für die Familienbildung, aber auch für die öffentlichen und freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe aufwändig geworden, in der Kenntnis des Marktes der Programmangebote im Bereich der Prävention auf dem aktuellen Stand zu bleiben und für den jeweiligen Bedarf die geeignetsten Angebote auszuwählen. Erschwert wird dies zusätz-lich dadurch, dass der Fokus in der Kinder- und Jugendhilfe bisher nicht auf Prävention, sondern auf erzieherischen Hilfen lag. Doch auch Präventi-on ist eine Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfe, im SGB VIII §16 (BMFSFJ 2007) beschrieben als allgemeine Förderung der Erziehung in der Familie. Im Anliegen, mit dem Einsatz von Präventions- und auch Inter-ventionsmaßnahmen das bestmögliche Resultat zu erzielen, treffen sich die Interessen der Familien und Kommunen und weiterer Geldgeber gleichermaßen. Dazu bedarf es nicht nur der Kenntnis der Angebote, sondern auch der Kenntnis ihrer Wirksamkeit hinsichtlich des Erreichens der jeweiligen Zielgruppe und der mit dem Angebot intendierten Ziele. : Je besser die Passung zwischen Angebot und Bedarf, desto leichter gelingt es mit Hilfe von prä-ventiven Angeboten tatsächlich familienunterstützend wirksam zu werden. Die Erkenntnis, dass vor allem traditionelle Angebote der Familienbildung, sehr selektiv eher gebildete und motivierte Familien mit guten Ressourcen erreichen, während Familien mit größerem Unterstützungsbedarf die Angebote nicht nutzen (Bauer/Bittlingmayer 2005, Sann/Thrum 2005, Haug-Schnabel/Bensel 2003), verweist auf die Bedeutung der Entwicklung und Implementation von passgenaueren Angeboten. In den letzten Jahren gab es sehr große Fortschritte in diesem Entwicklungsprozess. So wurden sowohl neue, am Bedarf von Familien, die mehr Unterstützung benötigen, orientierte präventive Angebote geschaffen, als auch spezielle Varianten bereits etablierter Programme entwickelt (s.a. Tschöpe-Scheffler 2005). Im Rahmen dieser Expertise2 richtet sich der Blick auf sozial benachtei-ligte und bildungsferne Familien, da allein aufgrund ihrer sozioökonomischen Lage angenommen werden kann, dass sie ihre Kinder unter schwierigeren Bedingungen aufziehen, die als Risikofaktoren für die kindliche Ent-wicklung gesehen werden. Der Begriff Risiko meint in diesem Zusammenhang die Gefahr, dass Kinder sich im kognitiven, motorischen, sozialen und/oder gesundheitlichem Bereich beispielsweise aufgrund von häufig kombiniert auftretenden Faktoren, wie Armut, schlechten Wohnverhältnis-sen oder mangelnder familiärer Förderung, nicht entsprechend ihrem Alter
und Potenzial entwickeln können. Um diesen Kindern gleiche Entwick-lungschancen zu ermöglichen, ist mehr begleitende Unterstützung erforder-lich. Entwicklungs-, Erziehungs- oder Beziehungsschwierigkeiten sollen nach Möglichkeit von Anfang an vermieden werden. Es ist deshalb sinnvoll, Eltern frühzeitig, das heißt zum Beispiel in der Schwangerschaft oder den ersten Lebensjahren, mit präventiven Angeboten zu erreichen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Angebote der Elternbildung, die Komm- und Gehstruktur verknüpfen, die besten Ergebnisse bewirken (Zimmermann 2005). Auftrag und Ziel dieser Expertise ist es deshalb, einen Überblick zu geben über in Deutschland bestehende Programme für Familien mit Kindern zwischen 0 und 6 Jahren
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Praeventive_Programme_fuer_sozial_benachteiligte_Familien.pdf
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