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Neue Trendstudie: Männer wollen aktive Väter sein

Beitragvon Oliver » Do 24. Jan 2013, 07:13

Neue Trendstudie: Männer wollen aktive Väter sein

Viele Väter wollen ihrer Verantwortung nachkommen und sich mehr Zeit für die Familie nehmen. Doch Herausforderungen im Berufsleben und fehlende Vorbilder machen es vielen Männern schwer, Beruf und Familie zu vereinbaren. Das zeigt die Studie „Moderne Väter“ der Väter gGmbH, einer gemeinnützigen Unternehmensberatung. Die Autoren der Studie empfehlen Unternehmen, das Angebot an familienfreundlichen Arbeitsplätzen für Männer auszubauen.

Laut der Studie wünschen sich 91,5 Prozent der befragten Väter auch unter der Woche mehr Zeit mit der Familie. Zeit, in der sie auch aktiv die Entwicklung ihres Nachwuchses begleiten möchten – als Vertrauensperson und Erzieher. Die Hälfte der Befragten kann sich vorstellen, finanzielle Einbußen hinzunehmen, um mehr Zeit für ihre Kinder zu haben. 56 Prozent würden hierfür ihre Karriereambitionen zumindest eine Zeit lang zurückstellen.

Dem Wunsch vieler Väter stehen aber zahlreiche Herausforderungen im Berufsleben entgegen: Mehr als 85 Prozent der Befragten haben die Erfahrung gemacht, dass Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Unternehmen zu sehr oder zum Teil zu sehr auf Frauen ausgerichtet sind. Mehr als zwei Drittel der befragten Väter bezeichnen zudem ihr Unternehmen als nicht oder nur teilweise väterfreundlich. Eine weitere Schwierigkeit: Noch fehlen die konkreten Vorbilder für das neue Rollenverständnis. In der Berufswelt sind Männer als Väter kaum sichtbar.

Nach Ansicht der Autoren sollten Unternehmen Väter verstärkt unterstützen. Eine familienfreundliche Arbeitskultur und größere Freiräume zur flexiblen Gestaltung der Arbeitszeit können helfen, Beruf und Familie besser zu vereinbaren.

Für die Studie wurden im Auftrag der Väter gGmbH über 1.000 Väter befragt.

Der „Moderne Vater“: familiär, facettenreich, vorbildlos
Die neuen Väter ticken anders und verändern Familie, Gesellschaft und Wirtschaft. Das zeigt die Trendstudie „Moderne Väter“ der Väter gGmbH auf.

Aktiv Vatersein wird für viele Väter immer wichtiger. Offensichtlich sind die Tage der einsamen Leitwölfe und unnahbaren Ernährer gezählt. Die Trendstudie „Moderne Väter“ der Väter gGmbH präsentiert das Porträt der modernen Vätergeneration: ihre aktuelle Lage, ihre Einstellungen und Bedürfnisse. Die Analyse zeigt: Es fehlt den jungen Männern, die es anders machen wollen als ihre Väter, an Rollenvorbildern – sowohl in der eigenen Familie als auch in der Berufswelt. Unternehmen, die sich auf den Wandel einstellen und mit gutem Beispiel voran gehen, können daraus einen Wettbewerbsvorteil erzielen.

Männer wollen aktive Väter sein: Die Vaterrolle wird facettenreicher
Kernaussage der Studie: Väter wollen heutzutage die Entwicklung ihres Nachwuchses von Anfang an aktiv begleiten (88,2%). Dabei sehen sich rund zwei Drittel der Befragten als Vertrauensperson für ihre Kinder und über 61% in der Rolle als Erzieher. Insgesamt stimmen über drei Viertel der Studienteilnehmer der Aussage zu, dass Väter heutzutage eine stärkere Bindung zum Kind haben. Weiterhin wichtig bleibt aber auch die Rolle des Ernährers.

Erfolgreich im Beruf und gleichzeitig ein guter Vater: Bei der Neudefinition ihrer Rolle starten viele Väter bei null
Die Vereinbarkeit aller Rollen wird für den modernen Vater zur Herausforderung. Er möchte sich beruflich selbst verwirklichen und gleichzeitig intensiv in die Familie eingebunden sein. 91,5% der befragten Väter wünschen sich auch unter der Woche mehr Zeit mit der Familie. Aus ihrer eigenen Kindheit kennen die meisten von ihnen jedoch eher das traditionelle Ernährer-Modell, bei dem vor allem die Mutter für die Erziehung zuständig war. Außerdem sind in der Berufswelt Männer als Väter kaum sichtbar. So arbeitet z. B. kaum ein Mann in Teilzeit. Das Fehlen von Vorbildern sehen die modernen Väter aber nicht nur als Nachteil, sondern auch als Chance, ihr Leben nach eigenen Vorstellungen zu gestalten.

Geld ist nicht alles: Veränderte Einstellungen zur Berufswelt
51% der Befragten können sich vorstellen, finanzielle Einbußen hinzunehmen, um mehr Zeit für ihre Kinder zu haben, 56% würden hierfür ihre Karriereambitionen wenigstens eine Zeit lang zurück stellen. Mehr als 85% der Befragten haben jedoch die Erfahrung gemacht, dass Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Unternehmen zu sehr oder zum Teil zu sehr auf Frauen ausgerichtet sind. 68,2% der befragten Väter bezeichnen zudem ihr Unternehmen als nicht oder nur teilweise väterfreundlich. Die fehlende Akzeptanz der aktiven Vaterrolle in der Berufswelt stellt für Väter oft ein Problem dar. Vier von fünf Vätern bemängeln, dass es schwierig ist, aus familiären Gründen nicht zur Arbeit zu erscheinen. „Man hat einen negativen Beigeschmack, wenn man mal zuhause bleiben muss, weil das Kind krank ist. Das wird noch nicht so akzeptiert wie bei der Mutter“, so ein interviewter Vater. Von denjenigen befragten Vätern aber, die bereits in Elternzeit waren, sind immerhin knapp zwei Drittel der Meinung (60,3%), dass die Elternzeit die berufliche Entwicklung nicht behindert.

Rolle rückwärts: Väter sind zum Teil „moderner“ als Mütter
Heute schon übernehmen 88% der Väter Aufgaben wie Windeln wechseln, die Kinder füttern oder ins Bett bringen. Die Studie fand heraus, dass Frauen sich jedoch noch häufig schwer damit tun, die Verantwortung im Umgang mit dem Kind an den Mann abzugeben. 63,5% der für die Trendstudie befragten Väter, die selbst Elternzeit genommen haben, sagten, dass ihre Partnerin auf jeden Fall zwölf Monate Elternzeit nehmen wollte. Allerdings wussten rund ein Drittel (29,6%) der befragten Väter wiederum gar nicht, dass sie mehr als zwei Monate Elternzeit hätten nehmen können. „Die Ergebnisse zeigen auf, dass Väter immer stärker in bisher typischen Frauenbereichen tätig sind. Dennoch sind wir von einer gleichberechtigten partnerschaftlichen Aufgabenteilung in Deutschland noch immer weit entfernt. Frauen sollten ihrem Partner mehr Vertrauen im Umgang mit dem Kind schenken. Männer hingegen mehr Verantwortung im familiären Alltag übernehmen“, so Volker Baisch, Geschäftsführer der Väter gGmbH.

Wirtschaft und Gesellschaft sind gefordert
Unternehmen, die gute Mitarbeiter finden und binden wollen, sollten sich daher bemühen, ihre Kultur väterfreundlicher zu gestalten und Verständnis dafür zu zeigen, dass Vatersein heute mehr bedeutet, als „Brot verdienen“. Die Wirtschaft ist hierbei gefordert, sich von der Anwesenheitskultur zu verabschieden und Vätern einen größeren Freiraum zur flexiblen Gestaltung ihrer Arbeitszeit zu ermöglichen. Gleichzeitig sollten die Unternehmen aber auch dafür sorgen, dass die Entgrenzung der Arbeit nicht zu stark zunimmt, dass also Väter z. B. nicht über Handy oder Mail bis spät in den Abend erreichbar sein müssen. Auch die Politik sollte Väter nicht primär in der Rolle des Ernährers sehen, sondern sie gleichermaßen bei anderen Aufgaben, die mit Kindererziehung und -betreuung in Verbindung stehen, unterstützen. Die öffentliche Diskussion um „mehr Frauen in Führung“ sollte um die Diskussion „mehr Männer in Familie“ ergänzt werden. „Alle gesellschaftliche Gruppen sind dazu eingeladen, die Ergebnisse unserer Trendstudie weiterzudenken und in konkrete Ideen zu übersetzen, die Vätern helfen können, ihrer veränderten Rolle gerecht zu werden”, so Volker Baisch.

Für die repräsentative Studie hat die diffferent labs GmbH (http://diffferentlabs.com) im Auftrag der Väter gGmbH über 1.000 Väter im Alter von 25 bis 45 Jahren aus ganz Deutschland sowie Experten aus unterschiedlichen Bereichen wie Torsten Bittlingmaier (ehemals Leiter Talentmanagement, Deutsche Telekom AG) oder Prof. Dr. Gerald Hüther (Neurobiologe, Hirnforscher und Buchautor) befragt. Finanziert wurde die Studie von der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Hamburg, der hessenstiftung – familie hat zukunft, der Ernst & Young GmbH und der Telefónica Deutschland.
(Quelle: Väter gGmbH)
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